Neuwerk bleibt auswärts ohne Punktgewinn

Die Sportfreunde Neuwerk warten in der Landesliga weiter auf den ersten Punktgewinn auf fremdem Platz. Auch beim Mülheimer FC ging die Mannschaft von Trainer Dony Karaca am achten Spieltag leer aus. Die Partie blieb lange offen, ehe Sami Hoeke die Gastgeber in der 85. Minute mit 1:0 in Führung brachte. Dabei hatte Neuwerk durchaus Möglichkeiten, selbst etwas Zählbares mitzunehmen.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit nahm die Partie nach dem Seitenwechsel mehr Fahrt auf. Neuwerk kam dabei zu guten Möglichkeiten. Nach einer Flanke herrschte im Strafraum der Mülheimer zunächst großes Durcheinander, der Ball ging anschließend nur knapp über das Tor. Auch Emmanuel Adu und Erman Balikci sorgten für Gefahr. Bei einer weiteren Aktion kam Neuwerk nach einer Hereingabe zu einer guten Möglichkeit, doch der Abschluss fand nicht den Weg ins Tor.

„Wir hatten die besseren Möglichkeiten und hätten durchaus führen können“, sagte Karaca. Umso ärgerlicher war für den Neuwerker Trainer der Gegentreffer. In der 85. Minute führte ein langer Ball in Richtung Strafraum zu einem folgenschweren Abstimmungsfehler in der Neuwerker Defensive. Neuwerk bekam die Situation nicht konsequent geklärt, sodass Sami Hoeke die Gelegenheit nutzte und zum entscheidenden 1:0 traf.

„Das ist wieder einmal unerklärlich. Wir wollten das Spiel nicht verlieren und haben auch alles dafür getan“, ärgerte sich Karaca. Gerade weil Neuwerk über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Gegner gewesen sei, fiel die Niederlage besonders bitter aus. „Wir haben ordentlich mitgespielt. Beide Mannschaften waren auf Augenhöhe.“

Karaca sah vor allem in den entscheidenden Kleinigkeiten den Unterschied. „Wenn du die Möglichkeit hast, musst du die vorne einfach nutzen. Und hinten müssen wir solche Situationen sauber verteidigen.“ Neuwerk habe insgesamt ordentlich gearbeitet und bis auf den entscheidenden Moment gut verteidigt. „Wir wollen eigentlich gut verteidigen. Bis auf diese Situation sah das auch sehr gut aus. Aber genau solche Abstimmungsfehler entscheiden dann ein Spiel.“

Nach dem Rückstand warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne. Der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr gelingen. „Wir haben alles versucht und alles nach vorne geworfen“, sagte Karaca. Der Trainer hatte eigentlich bereits einen defensiveren Wechsel vorbereitet, um den Punkt zu sichern. Doch genau in dieser Phase kassierte seine Mannschaft den entscheidenden Gegentreffer.

Für Karaca war die Niederlage deshalb erneut ein Beispiel dafür, dass seiner Mannschaft derzeit in den entscheidenden Situationen die nötige Konsequenz fehlt. „Wer als Erster an den Ball kommt, muss ihn einfach wegschlagen. Ich verlasse mich in solchen Situationen nicht auf meinen Mitspieler. Da gibt es nur eins: weg damit.“

Als Aufsteiger steht Neuwerk nach acht Spieltagen mit neun Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz. Während die Mannschaft auf eigenem Platz bereits wichtige Zähler sammeln konnte, wartet sie auswärts weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Viel Zeit zum Ärgern bleibt allerdings nicht: Am kommenden Sonntag empfängt Neuwerk den VfB Homberg.

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