Mennrath baut um – und holt einen alten Bekannten zurück

Archivfoto: Heiko van der Velden

Beim SC Victoria Mennrath hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Der Landesligist hat mehrere personelle Veränderungen vorgenommen. Mit André Dietze kehrt ein alter Bekannter zurück, gleichzeitig gehören Lorenzo Ricco und Sommerzugang Marko Ilic nicht mehr zum Kader. Auch im Trainerteam gibt es eine Veränderung: Co-Trainer Goran Kovacevic hat den Verein verlassen und beim A-Ligisten Türkiyemspor Mönchengladbach den Cheftrainerposten übernommen.

Besonders die Rückkehr von Dietze ist eng mit der Geschichte des Vereins verbunden. Der 38-Jährige spielte bereits mehrere Jahre für Mennrath und hat die Entwicklung des Vereins hautnah miterlebt. Dietze war dabei, als Victoria den Weg von der Kreisliga B über die Kreisliga A und die Bezirksliga bis in die Landesliga nahm. Nach einem Jahr bei der SpVg Odenkirchen ist der Torhüter nun wieder an seine frühere Wirkungsstätte zurückgekehrt.

„André ist aufgrund seiner Vergangenheit bei uns eine sehr interessante Persönlichkeit. Er hat die Entwicklung von Mennrath über die Jahre hautnah miterlebt und auch selbst mitgetragen“, sagt Trainer Mike Schmalenberg. Dietze bringe zudem reichlich Erfahrung mit und sei deshalb eine gute Lösung für die Torhüterposition.

Allerdings müssen sich die Mennrather noch etwas gedulden. Dietze ist aufgrund seines letzten Einsatzes für Odenkirchen erst ab dem 31. Dezember für Victoria Mennrath spielberechtigt. Bis dahin kann der 38-Jährige die Mannschaft lediglich im Training unterstützen. Für Schmalenberg ist seine Verpflichtung dennoch eine wichtige Personalie, schließlich kennt Dietze den Verein, sein Umfeld und viele Abläufe bereits aus früheren Jahren.

Nicht mehr zum Landesliga-Kader gehört dagegen Lorenzo Ricco. Der Sommerzugang stand in den vergangenen Wochen nicht regelmäßig zur Verfügung. Nach einem Austausch zwischen Spieler und Verein wurde die Zusammenarbeit nun beendet. „Wir haben uns dazu entschieden, dass eine weitere Zusammenarbeit keinen Sinn macht“, erklärt Schmalenberg.

Auch Marko Ilic, der erst im Sommer nach Mennrath gekommen war, ist inzwischen nicht mehr Teil der Mannschaft. Damit gibt es innerhalb des Kaders gleich mehrere Veränderungen. Schmalenberg will die entstandenen Baustellen möglichst schnell schließen, gleichzeitig aber keine hektischen Entscheidungen treffen.

Eine weitere Veränderung betrifft das Trainerteam. Goran Kovacevic, der erst im Sommer als Co-Trainer nach Mennrath gekommen war, hat den Verein bereits wieder verlassen. Türkiyemspor Mönchengladbach bot ihm die Möglichkeit, eine Mannschaft eigenverantwortlich zu trainieren. Diese Chance nahm Kovacevic wahr und übernahm dort den Cheftrainerposten.

Schmalenberg kann den Wunsch seines ehemaligen Assistenten nachvollziehen. „Goran wollte eine eigenständige Mannschaft betreuen. Diese Möglichkeit hatte er bei uns als Co-Trainer nicht“, sagt der Mennrather Trainer. Der Zeitpunkt des Abschieds habe ihn allerdings überrascht. „Man sollte niemanden aufhalten, der sich eine neue Aufgabe sucht. Ich wünsche ihm alles Gute.“

Einen direkten Nachfolger hat Mennrath bislang nicht verpflichtet. Schmalenberg sieht den Verein auch ohne neue Besetzung auf der Position gut aufgestellt. „Wir haben im Hintergrund ein sehr gutes Trainerteam und eine gute Betreuung auf diesem Niveau“, sagt er.

Sportlich soll nun wieder mehr Ruhe einkehren. Am Freitag empfängt Victoria Mennrath den 1. FC Kleve. Nach den jüngsten Niederlagen möchte die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur. Schmalenberg sieht dabei keinen Grund, die bisherige Entwicklung grundsätzlich infrage zu stellen.

„Du musst viele kleine Schritte gehen, um einen großen zu machen. Da sind wir gerade bei“, sagt der Trainer. Mennrath habe im Sommer einen größeren Umbruch bewältigen müssen und dabei auch wichtige Spieler verloren. Gleichzeitig sei die Landesliga in dieser Saison sehr ausgeglichen.

Nun sollen vor allem die Ergebnisse wieder stimmen. „Wir müssen in den nächsten Wochen punktemäßig etwas nachholen“, sagt Schmalenberg. Denn die Mannschaft habe in vielen Spielen bereits gezeigt, dass sie mithalten könne, sich dafür aber nicht immer entsprechend belohnt habe.

Gegen Kleve bietet sich am Freitag die nächste Gelegenheit dazu. Mit mehreren personellen Veränderungen im Rücken will Mennrath den Blick nach vorne richten und möglichst schnell wieder für positive Schlagzeilen sorgen.

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