B-Jugend: „Karatesprung“ sorgt für 10 Monate Sperre *Update*

*ATS Krefeld hat heute offiziell Einspruch gegen das Urteil der Kreisjugendspruchkammer eingelegt. Details folgen in Kürze.*

Am heutigen Freitagabend wurde der Spielabbruch zwischen dem TSV Meerbusch U16 und ATS Krefeld in der Kreisklasse Gruppe 1 vor der Kreisjugendspruchkammer (Gaby Stopka, Klaus Trienes, Michael Puts) in Nettetal-Lobberich verhandelt.

Dabei soll ein Gästespieler den Trainer der Meerbuscher Marius Sauter beim Spielstand von 3:0 für ATS Krefeld mit einem Karatesprung niedergestreckt haben. Nachdem die Spruchkammer zunächst die Anwesenheit überprüft hatte, zeigte sich diese enttäuscht das ATS Krefeld nur den beschuldigten Spieler mit der Nummer 5 mitgebracht hatte. Geladen war allerdings die gesamte Mannschaft.

Damit die Spruchkammer sich ein Urteil bilden konnte, wurde von beiden Seiten die Beteiligten, Vereinsverantwortlichen und Zeugen angehört. Hier gab es aber einen großen Unterschied. Während von Seiten des TSV Meerbusch das Spiel von Anfang an als hektisch bezeichnet wurde, gab ATS Krefeld allerdings an, dass es bis zum Spielabbruch keine Zwischenfälle gab und somit auch ruhig ablief. Auch der Schiedsrichter der von ATS Krefeld gestellt wurde, gab an keine Beleidigungen gehört zu haben.

Bereits nach 20 Minuten folgten dann aber bereits die ersten Provokationen und Beleidigungen. Hier war vor allem das Wort „Hurensöhne“ öfters in Gebrauch. Zum besagten Spielabbruch kam es dann in der 65. Spielminute. Nachdem ATS Krefeld mit 3:0 in Führung gegangen war, gab es einen Wortwechsel zwischen dem Meerbuscher Trainer und dem Spieler von ATS Krefeld. Hier forderte Marius Sauter den Spieler auf die „Klappe“ zu halten, nachdem dieser erneut seine Schützlinge verbal beleidigte und sagte „Wir haben euch gefickt“.

Daraufhin rannte der Gästespieler vom Mittelkreis in Richtung der Trainerbank der Meerbuscher und streckte Marius Sauter mit einem Karatesprung nieder. Er traf ihn dabei an Brustbein und Kinn. Dieser erlitt dabei eine Schädelprellung, Halswirbelschleudertrauma und eine Zerrung in der Brust und musste sogar anschließend für zwei Wochen krankgeschrieben werden. Der ATS Spieler gab bei der Verhandlung an, das Meerbuschs Trainer seine Mutter beleidigt haben soll und es eine Kurzschlussreaktion war.

Nach dem Zwischenfall und der Roten Karte wurde das Spiel wieder angepfiffen. Doch nur wenig später gab es eine Rudelbildung. Abteilungsleiter Dierk Ziebell der das Spiel zuvor aus dem Vereinsheim verfolgte und nach dem ersten Zwischenfall bereits nach draußen geeilt war, nahm die komplette Meerbuscher Mannschaft daraufhin vom Platz und schickte die Spieler in die Kabine. Der Schutz der Spieler war aus Meerbuscher Sicht nicht mehr gegeben. Die Spieler waren unterdessen immer noch geschockt vom ersten Vorfall. Dies bestätigte Kapitän Kai Bories auch während der Verhandlung. Anschließend wurde Meerbuschs Verantwortlicher Dierk Ziebell von einem anderen Gästespieler mit folgten Worten aufs übelste beleidigt: „Komm her du Bastart. Ich hau dir auf die Fresse. Ich habe dein ganzes Dorf gefickt“. Anschließend musste die Polizei am Windmühlenweg anrücken.

Nach knapp 100 Minuten Beweisaufnahme zog sich die Spruchkammer anschließend für 25 Minuten zurück und beriet dann über das Urteil. Hierbei kam die Kammer dann zu folgendem Urteil. Der TSV Meerbusch muss für den Spielabbruch 50 EUR zahlen, zudem wird die Partie neu angesetzt. Beide Vereine müssen sich die Verfahrenskosten von 75 EUR teilen. ATS Krefeld muss für alle noch anstehenden Spiele eine Verbandsaufsicht bestellen und bezahlen. Zudem muss der Verein für alle Heim- und Auswärtsspiele einen offiziellen Schiedsrichter einladen. Die Kosten hierfür trägt dann jeweils der Heimverein. Der Spieler wurde mit einer Spielsperre von 10 Monaten belegt.

Ein gesondertes Verfahren wird es für den anderen Gästespieler geben, der nicht anwesend war. Hier gab die Spruchkammer allerdings den Hinweis, dass man den Spieler durch den Einzelrichter für 6 Wochen sperren würde, falls sich der Verein ATS Krefeld binnen 48 Stunden damit einverstanden erklären würde. Gegen dieses Urteil hat ATS Krefeld nun 10 Tage Zeit Einspruch einzulegen. Der TSV Meerbusch deutete nach der Verhandlung zudem an, nicht mehr gegen ATS Krefeld antreten zu wollen. Auch andere Vereine deuten vorher schon an nicht mehr gegen ATS Krefeld spielen zu wollen.

Das ist ein klassischer Platzhalter

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