Trautmann hört beim ASV Süchteln auf: „Mit dem Verein verheiratet“

Foto: Heiko van der Velden

Nach vielen Jahren beim ASV Süchteln endet im Sommer eine prägende Ära: Sportlicher Leiter Torsten Trautmann wird sein Amt zum Saisonende niederlegen. Der 45-Jährige zieht sich aus privaten Gründen zurück – auch wenn ihm der Abschied alles andere als leichtfällt.

„Ich bin mit dem Verein verheiratet“, sagt Trautmann. Gerade deshalb habe er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch der zeitliche Aufwand sei mit Familie und Beruf nicht mehr dauerhaft vereinbar. Er wolle die Aufgabe nicht halbherzig ausführen und halte den Schritt deshalb für konsequent.

Seit 16 Jahren gehört Trautmann dem ASV an. Er kam 2009 aus Viersen nach Süchteln, war Spieler, Trainer, Jugendtrainer und später sportlicher Leiter. Acht Jahre lang verantwortete er die sportliche Ausrichtung des Vereins maßgeblich mit. In dieser Zeit entwickelte sich der ASV sportlich wie strukturell kontinuierlich weiter.

Besonders stolz ist Trautmann darauf, dass der Verein wieder stärker auf die eigene Identität setzt. Viele Spieler aus der Jugend rückten in den Seniorenbereich auf, die Verbundenheit zwischen Mannschaft, Verein und Zuschauern sei gewachsen. „Man sieht das auch auf der Tribüne“, sagt er. „Der Verein hat wieder ein anderes Gesicht bekommen.“

Trautmann betont dabei ausdrücklich, dass dieser Weg nur gemeinsam möglich gewesen sei. Vor allem die Zusammenarbeit mit Philipp Hilleke, den im Verein alle nur „Hille“ nennen, habe den ASV geprägt. Hilleke habe ihn damals zum sportlichen Leiter gemacht, beide hätten den sportlichen Bereich gemeinsam aufgebaut. „Für das entgegengebrachte Vertrauen bin ich Hille unendlich dankbar.“

Auch frühere Weggefährten hebt Trautmann hervor. Besonders lobt er Frank Mitschkowski, der aus seiner Sicht entscheidenden Anteil an der Entwicklung des Vereins hatte. Mitschkowski habe früh Verantwortung übernommen, junge Spieler gefördert und selbst in schwierigen Phasen mutige Entscheidungen getroffen.

Großen Anteil an der aktuellen erfolgreichen Saison schreibt Trautmann außerdem dem heutigen Trainerteam um Volker Hansen zu. Die Mannschaft kämpft aktuell um Rang zwei und überzeugt laut Trautmann vor allem durch Konstanz, Mentalität und Zusammenhalt. Viele Spieler hätten deutlich höherklassig spielen können, würden aber perfekt miteinander harmonieren und passen perfekt zu Verein und Mannschaft.

Sein emotionalster Moment beim ASV liegt allerdings schon einige Jahre zurück: der Aufstieg in die Landesliga in der Saison 2011/12. Damals gewann Süchteln am letzten Spieltag 1:0 beim SC Rhenania Hinsbeck und machte damit den Aufstieg perfekt. Das entscheidende Tor erzielte Philipp Hilleke nach einer Ecke von Chiquinho.

Für Trautmann bleibt dieser Erfolg unvergessen – auch wegen der besonderen Konstellation. Das entscheidende Spiel fand gegen seinen Heimatverein Hinsbeck statt, gleichzeitig traf mit Hilleke einer seiner engsten Freunde zum entscheidenden Tor. „Das war emotional kaum zu toppen“, erinnert sich Trautmann.

Seinen Abschied verbindet der 45-Jährige vor allem mit einem Wunsch: Die Mannschaft solle die Saison auf Platz zwei beenden. Unabhängig davon sei die Entwicklung des Teams bereits jetzt außergewöhnlich. „Die Jungs haben sich das sportlich und menschlich verdient“, sagt Trautmann.

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