Foto: Heiko van der Velden
Der ASV Süchteln hat im Testspiel eine 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den Bezirksligisten TuS Wickrath hinnehmen müssen. Die Gäste präsentierten sich im als unangenehmer Gegner und nutzten ihre Chancen durch Ruben Bruß (7.) und Niek Gabriel Mäder (82.) konsequent. Für den Landesligisten stand das Ergebnis allerdings nicht im Vordergrund. Vielmehr lieferte die Partie weitere Erkenntnisse für die Vorbereitung – und brachte erstmals die neue Ein-Minuten-Regel bei Auswechslungen zur Anwendung.
Wickrath erwischte den besseren Start und ging bereits nach sieben Minuten in Führung. Der Bezirksligist verteidigte diszipliniert, setzte Süchteln früh unter Druck und ließ den Gastgebern nur wenig Raum für geordnete Angriffe. Zwar steigerte sich die Mannschaft von Trainer Volker Hansen im Laufe der Begegnung, zwingende Torchancen blieben jedoch Mangelware. Kurz vor Schluss sorgte Mäder mit dem zweiten Treffer für die Entscheidung.
Eine besondere Szene spielte sich in der 57. Minute ab. Bora Kat benötigte nach Ansicht des Schiedsrichtergespanns beim Verlassen des Spielfeldes länger als die erlaubten zehn Sekunden. Damit griff die neue Ein-Minuten-Regel. Der bereits zur Einwechslung bereitstehende Niklas Reimelt durfte nicht sofort auf den Platz, sondern musste zunächst warten. Da das Spiel anschließend längere Zeit nicht unterbrochen wurde, dauerte es sogar mehr als zwei Minuten.
Hansen akzeptierte die Entscheidung, sieht die neue Regel aber mit gemischten Gefühlen. „Die Regel ist nun einmal so, und wir müssen sie akzeptieren. Natürlich wünsche ich mir dabei ein gewisses Fingerspitzengefühl. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie gerade in den unteren Ligen noch für viele Diskussionen sorgen wird.“
Vor allem in engen Spielen könne die neue Bestimmung Auswirkungen haben. „Wenn das in der Schlussphase eines engen Spiels passiert, kann eine Mannschaft im schlimmsten Fall mehrere Minuten in Unterzahl spielen, weil der Ball nicht ins Aus geht. Das kann schon entscheidend sein.“ Gleichzeitig lobte Hansen die konsequente Linie des Schiedsrichtergespanns: „Die Schiedsrichter haben die Regel konsequent angewendet, und das ist auch völlig in Ordnung. Jetzt müssen wir Spieler und Trainer uns daran gewöhnen.“
Für Reimelt nahm die Einwechslung allerdings ein besonders unglückliches Ende. Bereits bei seinem ersten Antritt verletzte sich der Offensivspieler und musste mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss wieder ausgewechselt werden. Für ihn kam Lars Prigge ins Spiel, doch auch dessen Einsatz war nur von kurzer Dauer. Nach einem Foulspiel verletzte sich Prigge an der Schulter und musste ebenfalls vom Feld. Für ihn betrat dann Kat wieder das Spielfeld.
Ungeachtet der Niederlage blickt Hansen positiv auf die bisherigen Wochen der Vorbereitung. „Ich bin insgesamt zufrieden. Wir haben aktuell noch einige Urlauber, die in den nächsten Tagen zurückkehren. Mit dem Burgpokal und den weiteren Testspielen wollen wir die letzten Schritte bis zum Saisonstart gehen.“
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