Foto: Heiko van der Velden
Die Sportfreunde Neuwerk haben im Testspiel gegen Oberligist SC St. Tönis am Samstag eine ordentliche Leistung gezeigt. Zwar musste sich der Landesligist mit 1:2 (0:1) geschlagen geben, insbesondere der Auftritt nach der Pause dürfte Trainer Dony Karaca aber Mut für die kommenden Wochen machen.
Die Gäste aus St. Tönis erwischten den besseren Start und erspielten sich in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten. Bereits nach einer Viertelstunde hätte ein Neuwerker Verteidiger den Ball beinahe ins eigene Tor gelenkt, wenig später scheiterte Bilal Brusdeilins frei vor dem Tor. In der 30. Minute vergab zunächst Farid Omorou eine weitere Großchance, ehe es vier Minuten später doch klingelte. Nach einer präzisen Flanke von Lenni Castrop köpfte Omorou zur verdienten 1:0-Führung für den Oberligisten ein. Kurz vor der Pause verhinderte ein Neuwerker Abwehrspieler nach einer weiteren hochkarätigen Gelegenheit auf der Linie sogar das mögliche 0:2.
Die Gastgeber versteckten sich aber keineswegs. Immer wieder gelang es Neuwerk, sich gut nach vorne zu spielen und in aussichtsreiche Positionen zu kommen. Häufig fehlte jedoch der letzte oder vorletzte Pass, um die guten Ansätze in klare Torchancen umzumünzen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Mannschaft von Dony Karaca deutlich verbessert. Neuwerk gewann mehr Zweikämpfe, agierte mutiger und spielte sich immer wieder gefährlich in die Offensive. Mehrfach fehlte jedoch die letzte Präzision im Angriffsdrittel. Die beste Möglichkeit vereitelte SC-Keeper Lukas Nießen mit einer starken Parade und bewahrte seine Mannschaft vor dem Ausgleich.
Stattdessen erhöhte St. Tönis kurz vor Schluss auf 2:0. Gianluca Rizzo zog aus halbrechter Position ab, Neuwerks Torhüter konnte den Ball nur nach vorne abwehren und Eghosa Aaron Ogbeide staubte zum zweiten Treffer ab (84.). Neuwerk gab sich jedoch nicht geschlagen und belohnte sich in der Nachspielzeit noch. Nach einer Flanke köpfte Emmanuel Adu zum 1:2-Endstand ein.
„Wir haben zwei verschiedene Halbzeiten gespielt. Mit der ersten bin ich nicht ganz zufrieden, mit der zweiten dagegen schon“, sagte Trainer Dony Karaca nach der Partie. Vor allem im Offensivspiel sieht der Coach noch Verbesserungspotenzial. „Die Torausbeute war nicht okay. Da müssen wir dran arbeiten – am letzten und vorletzten Pass. Wir haben uns gut in Position gebracht, die Angriffe aber nicht gut zu Ende gespielt. Da müssen ein oder zwei Tore mehr fallen.“
Entsprechend überwogen trotz der Niederlage die positiven Erkenntnisse. Gegen einen ambitionierten Oberligisten zeigte Neuwerk insbesondere nach der Pause eine gute Leistung und ließ erkennen, dass die Abläufe zunehmend greifen. Gelingt es künftig, die guten Offensivansätze konsequenter auszuspielen, dürfte der Landesligist für den Saisonstart gut gerüstet sein.
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