Archivfoto: Heiko van der Velden
Die VSF Amern mussten sich am Sonntag dem 1. FC Lintfort mit 1:3 (1:1) geschlagen geben. Für die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg und Dennis Homann war es die vierte Niederlage im sechsten Saisonspiel. Mit zwei Siegen und sechs Punkten steht Amern damit im unteren Bereich der Tabelle.
Dabei war die Partie zunächst ausgeglichen. Lintfort erwischte den besseren Start und ging nach zehn Minuten in Führung. Princely Ngangjoh nutzte die erste Gelegenheit der Gäste und lupfte den Ball sehenswert über Amerns Torhüter Shunsuke Takahashi ins Netz.
Amern benötigte etwas Zeit, um besser in die Partie zu finden. In der 20. Minute schien dennoch der Ausgleich gefallen zu sein, doch der Treffer wurde wegen eines Foulspiels nicht anerkannt. Kurz vor der Pause belohnten sich die Gastgeber dann für ihre Bemühungen. Nach einem Freistoß schaltete Niklas Thobrock am schnellsten und traf per Direktabnahme zum 1:1.
„Das war ein physisch sehr starker Gegner, das wussten wir. In der ersten Halbzeit war es ein offenes Spiel“, sagte Kehrberg. Den frühen Rückstand bezeichnete der Trainer als etwas unglücklich. „Der Ball springt dem Spieler vor den Fuß und wird dadurch unberechenbar in die lange Ecke gelenkt.“
Nach dem Seitenwechsel bekam Lintfort zunehmend mehr Kontrolle. „Die ersten zehn Minuten waren etwas ungeordnet“, räumte Kehrberg ein. In der 58. Minute nutzten die Gäste eine Unachtsamkeit in der Amerner Hintermannschaft. Nach einer Flanke war Alfred Appiah per Kopf zur Stelle und brachte Lintfort erneut in Führung.
Amern versuchte anschließend, noch einmal zurückzukommen. In der 73. Minute lag der Ball nach einem Abschluss von Maximilian Gotzen erneut im Lintforter Tor. Diesmal wurde der Treffer wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. „Das war knapp, aber die Entscheidung war richtig“, sagte Kehrberg.
Lintfort verteidigte die Führung anschließend geschickt und ließ nur wenig zu. Amern fand kaum noch Wege durch die kompakte Defensive der Gäste. In der 79. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Nach einem Foul im Strafraum verwandelte Appiah den fälligen Elfmeter zum 3:1.
„Am Ende haben wir in der zweiten Halbzeit verdient verloren. Wir konnten Lintfort nicht mehr gefährden“, sagte Kehrberg. „Das 2:1 war im Nachhinein die Vorentscheidung. Danach sind wir nicht mehr richtig in unser Spiel gekommen. Lintfort hat das aber auch gut gemacht und wenig zugelassen.“
Für Kehrberg liegt die Ursache nicht allein beim Gegner. Vielmehr vermisst der Trainer bei seiner Mannschaft die notwendige Konstanz. „Wir haben gute Phasen und auch eine gute Halbzeit. Aber wir schaffen es in keinem Spiel, das über 90 Minuten abzurufen. In der Liga ist das gefährlich. Dann reicht es nicht.“
Mit der bisherigen Punktausbeute kann der Trainer entsprechend nicht zufrieden sein. „Sechs Punkte nach sechs Spielen sind zu wenig. Generell können wir damit nicht zufrieden sein.“ Gleichzeitig ist Kehrberg überzeugt, dass seine Mannschaft die Qualität für die Landesliga besitzt. „Wir haben eine Mannschaft, die die Liga spielen kann. Wir können Punkte holen. Aber wir müssen schnell dahin kommen, unsere Leistung über 60 oder 70 Minuten auf den Platz zu bringen.“
Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits am kommenden Sonntag. Dann empfangen die VSF Amern den SC Victoria Mennrath im Rösler-Stadion. Anstoß ist um 15.30 Uhr.
—–
Folge Amafuma.de auf Facebook >> https://www.facebook.com/amafumade
Folge Amafuma.de auf Instagram mit @amafuma.de





