Foto: Heiko van der Velden
Der ASV Süchteln steht im Finale des Kreispokals. Beim B-Ligisten SC Broich-Peel setzte sich der Landesligist mit 4:0 durch und trifft nun auf die Sportfreunde Neuwerk. Vor rund 300 Zuschauern auf dem Sportplatz in Broich-Peel hielt der Gastgeber lange dagegen. Erst nach der Pause konnte Süchteln den Vorsprung ausbauen und die Partie deutlich für sich entscheiden.
Justin Coenen brachte die Gäste in der 26. Minute in Führung. Süchteln hatte zwar mehr vom Spiel, tat sich gegen die kompakt stehenden Gastgeber aber schwer. Broich-Peel verschob diszipliniert und war nach Ballverlusten schnell wieder hinter dem Ball. „Wir wollten den Ball schnell machen und mit wenigen Kontakten in die Tiefe spielen. Broich-Peel hat das in der ersten Halbzeit sehr, sehr gut gemacht“, sagte Süchtelns Trainer Volker Hansen.
Seine Mannschaft hätte sich vor der Pause eine bessere Ausgangslage verschaffen können. Ein weiterer Treffer von Lars Prigge wurde wegen Abseits nicht anerkannt, zudem ließ Süchteln eine gute Möglichkeit liegen. So blieb Broich-Peel im Spiel. Hansen wusste, dass seine Mannschaft geduldig bleiben musste. „Wir haben gesagt, wir müssen ruhig bleiben und ein zweites Tor machen. Dann ergeben sich automatisch Räume.“
Nach dem Seitenwechsel gelang es Süchteln, diese Räume besser zu nutzen. In der 56. Minute spielte der Landesligist den Ball in den Strafraum. Leonit Popova blieb im Eins-gegen-eins mit Torhüter Simon Purrio ruhig, umkurvte den Schlussmann und schob aus halblinker Position zum 2:0 ein.
Damit wurde die Aufgabe für Broich-Peel immer schwieriger. In der 73. Minute erhöhte Paul Fröhling mit einem Schuss aus rund 14 Metern auf 3:0. Der Ball wurde noch abgefälscht und war für Purrio deshalb schwer zu halten. Kurz vor dem Abpfiff setzte Prigge den Schlusspunkt. Nach einem Angriff über die linke Seite kam der Ball nach einem Schuss zurück in den Rückraum. Prigge stand richtig und traf in der 89. Minute zum 4:0.
Hansen war mit dem Ergebnis zufrieden, sah aber auch noch Luft nach oben. Vor allem im letzten Drittel müsse seine Mannschaft genauer werden und sich besser bewegen. Gleichzeitig fand er lobende Worte für den Gegner: „Ein großes Kompliment an Broich-Peel. Sie haben das sehr diszipliniert gemacht. Gerade nach Ballverlusten waren sie schnell wieder hinter dem Ball.“
Auch Broich-Peels Trainer Leon Rudolph konnte seiner Mannschaft trotz der Niederlage wenig vorwerfen. „Der Stolz überwiegt. Allein hier zu sein, ist nicht selbstverständlich. Wenn man sieht, was hier los ist und wie viele Zuschauer da sind, macht mich das stolz“, sagte er. Seine Mannschaft habe defensiv gut gestanden und sich vor der Pause auch eigene Chancen erarbeitet. Nach dem Seitenwechsel sei nach vorne allerdings nur noch wenig möglich gewesen. Mit zunehmender Spielzeit habe sich der Klassenunterschied bemerkbar gemacht. Das vierte Gegentor sei für ihn eines zu viel gewesen.
Für Broich-Peel ist die Pokalreise noch nicht beendet. Im Spiel um Platz drei wartet der Rheydter SV. Mit einem Sieg kann sich der SC ebenfalls noch für den Niederrheinpokal der kommenden Saison qualifizieren. Rudolph wertete den bisherigen Weg bereits als größten Pokalerfolg des Vereins. „Alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus. Wir freuen uns über die Aufmerksamkeit, die dieser Verein und diese Mannschaft bekommen.“
Süchteln kann sich dagegen auf das Finale gegen Neuwerk vorbereiten. Durch den Einzug ins Endspiel ist das Ticket für den Niederrheinpokal bereits sicher. Nun geht es für den ASV auch darum, sich den Kreispokal zu sichern.
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