Sieben Tore und ein bitteres Ende für die VSF Amern

Die VSF Amern haben in der Landesliga einen wichtigen Punktgewinn in letzter Minute aus der Hand gegeben. Gegen den Duisburger FV 08 unterlag die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg und Dennis Homann trotz zwischenzeitlicher Führung mit 3:4 (1:2). Dabei bewies Amern nach einem Rückstand zunächst Moral, ließ sich aber auch von einem gehaltenen Elfmeter nicht zum erhofften Punktgewinn tragen. Mit neun Punkten rutscht die Mannschaft auf den 15. Tabellenplatz ab.

Die Partie im Rösler-Stadion begann mit einem offenen Schlagabtausch. Niklas Thobrock brachte die Gastgeber bereits in der achten Minute in Führung. Lange hielt der Vorsprung allerdings nicht: Nur eine Minute später stellte Sofiane Abdelhak Dellas per Kopf auf 1:1. Anschließend entwickelte sich eine Begegnung, in der beide Mannschaften zu Möglichkeiten kamen. Amern verpasste es jedoch, seine Chancen konsequent zu nutzen. Stattdessen schlugen die Gäste kurz vor der Pause erneut zu. Ismail Öztürk traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 2:1 für Duisburg.

Nach dem Seitenwechsel benötigte Amern etwas Geduld, ehe die Mannschaft zurück ins Spiel fand. Mit der Einwechslung von Anas Lambrabti bewies das Trainerteam ein glückliches Händchen. Der Offensivspieler stand erst wenige Minuten auf dem Platz, als er in der 64. Minute zum 2:2 ausglich. Der Treffer gab den Gastgebern Auftrieb. Nur fünf Minuten später war die Partie gedreht: Johannes Hamacher köpfte nach einem Freistoß zur 3:2-Führung ein.

Amern hatte nun sogar die Gelegenheit, den Vorsprung auszubauen. Doch die Gastgeber ließen weitere Chancen ungenutzt. Das sollte sich rächen: Filip Dimeski glich in der 74. Minute für den Duisburger FV 08 aus. Die Gäste erhöhten anschließend den Druck und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten. Ilyas El Edghiri hielt seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden im Spiel und verhinderte zunächst einen erneuten Rückstand.

In der 83. Minute bot sich Duisburg vom Elfmeterpunkt die Chance, erneut in Führung zu gehen. Doch Amerns Torhüter parierte den Strafstoß von Öztürk und hielt seine Mannschaft damit weiter im Spiel. Gegen den späten Siegtreffer der Gäste war allerdings auch er machtlos. Dimeski traf in der 89. Minute zum 4:3 und besiegelte damit die bittere Heimniederlage der VSF Amern.

Trainer Willi Kehrberg fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte. „So können wir in dieser Liga nicht verteidigen“, lautete seine klare Botschaft. Der Coach ärgerte sich darüber, dass seine Mannschaft trotz drei eigener Treffer ohne Punkte dastand. Für ihn lag das Hauptproblem nicht in der Offensive, sondern in der fehlenden Stabilität gegen den Ball.

Die Zahlen unterstreichen seine Kritik: Nach elf Spieltagen stehen bereits 26 Gegentore zu Buche. „Da brauchen wir nicht lange zu suchen, woran es liegt. Aber wir kriegen es nicht abgestellt“, sagte Kehrberg. Auch taktisch hatte Kehrberg bereits versucht, seiner Mannschaft mehr Stabilität zu verleihen. Die Umstellung auf eine Fünferkette brachte allerdings nicht den erhofften Effekt.

Die Niederlage verschärft damit die Lage der Amerner im Tabellenkeller. Nach einem spielfreien Wochenende wartet am Sonntag, 8. November, das Auswärtsspiel beim ASV Süchteln. Bis dahin haben Kehrberg und Homann Zeit, mit ihrer Mannschaft an den Schwachstellen zu arbeiten. Vor allem die Defensive muss stabiler werden, wenn die VSF im Kampf um den Klassenerhalt wieder punkten wollen.

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