Die Sportfreunde Neuwerk haben ihre Heimstärke erneut unter Beweis gestellt. Am elften Spieltag der Landesliga setzte sich der Aufsteiger mit 2:0 (0:0) gegen den VfL Rhede durch. Lange musste sich die Mannschaft von Trainer Dony Karaca gedulden, ehe der eingewechselte Berkan Dursun mit einem Doppelpack in der Schlussphase für die Entscheidung sorgte. Mit nun 13 Punkten belegt Neuwerk den elften Tabellenplatz.
„Es war eine schwere Geburt“, fasste Karaca die Begegnung zusammen. Über weite Strecken entwickelte sich eine chancenarme Partie, in der Neuwerk geduldig auf seine Möglichkeiten warten musste. Die Gastgeber ließen defensiv kaum etwas zu und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Allerdings fehlte zunächst die Durchschlagskraft im Angriff, um aus der Überlegenheit Kapital zu schlagen. Auch nach dem Seitenwechsel mussten sich die Zuschauer gedulden, ehe die Sportfreunde ihre Überlegenheit in Tore ummünzten.
Karaca war überzeugt, dass seine Mannschaft die bessere war. Neuwerk habe die Begegnung kontrolliert und sich gute Möglichkeiten erarbeitet, während die Gäste nur selten gefährlich vor das Tor gekommen seien. „Im Grunde genommen war es eine Frage der Zeit, wann wir ein Tor machen“, erklärte der Trainer. Seine Mannschaft habe sich für ihre Geduld schließlich belohnt.
Den entscheidenden Impuls lieferte Berkan Dursun. Der Offensivspieler kam in der 77. Minute für Aron Nasufi ins Spiel und benötigte nur fünf Minuten, um seinen Trainer zu bestätigen. Mit einem Schuss in die lange Ecke brachte er Neuwerk in der 82. Minute mit 1:0 in Führung. Sechs Minuten später schlug Dursun erneut zu. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff über die rechte Seite traf er zum 2:0 und machte den Heimsieg perfekt.
Für Karaca war der Doppelpack auch deshalb eine besondere Geschichte, weil Dursun zuletzt nicht erste Wahl gewesen war. In der vergangenen Saison hatte der Angreifer 14 Tore erzielt, in der laufenden Spielzeit war ihm bis zur Partie gegen Rhede noch kein Treffer gelungen. Der Trainer suchte deshalb unter der Woche das Gespräch mit ihm und sprach ihm weiterhin sein Vertrauen aus. Dursun habe daraufhin angekündigt, das Vertrauen zurückzahlen zu wollen. Gegen Rhede ließ er seinen Worten Taten folgen.
Der Erfolg gegen Rhede war für die Neuwerker auch mit Blick auf die Tabelle wichtig. Mit 13 Punkten nach elf Spieltagen kann sich die bisherige Bilanz des Aufsteigers sehen lassen. „Da müssen wir als Aufsteiger zufrieden sein“, sagte Karaca. Seine Mannschaft liege im Soll. Mit weiteren Erfolgserlebnissen könne sich das Team in den kommenden Wochen eine noch bessere Ausgangslage verschaffen.
Besonders zufrieden war der Trainer damit, dass seine Mannschaft auch in einer schwierigen Begegnung geduldig geblieben war und sich am Ende für ihren Aufwand belohnt hatte. Gegen Rhede brauchte Neuwerk lange, um die entscheidenden Lücken zu finden. Als sie sich boten, war Dursun zur Stelle.
Der Doppelpack des Einwechselspielers bescherte den Sportfreunden drei wichtige Punkte und unterstrich einmal mehr ihre Stärke vor heimischem Publikum. Für Karaca war es ein verdienter Erfolg, den seine Mannschaft mit einer konzentrierten Leistung in der Schlussphase sicherstellte.
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