Der OSV Meerbusch bleibt in der Bezirksliga 3 auf Kurs. Mit dem 4:1 gegen TuRa Brüggen baute der Spitzenreiter am Freitagabend seine starke Bilanz auf 29 Punkte aus elf Spielen aus. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Gäste allerdings deutlicher aus, als es der Spielverlauf vor allem in der ersten Halbzeit vermuten ließ. Auch Brüggens Trainer Markus Müller erkannte die Leistung des Tabellenführers an, sah seine Mannschaft aber lange auf Augenhöhe.
„Der 4:1 am Ende klingt ein Stück weit höher, als meines Erachtens nach das Spiel auch hergegeben hat, speziell in der ersten Halbzeit“, sagte Müller nach der Partie. Beide Mannschaften hätten sich intensive Duelle geliefert und phasenweise gute Kombinationen gezeigt. „Einige Torchancen hüben wie drüben“ habe es ebenfalls gegeben. Für den Trainer der Gäste wäre deshalb auch ein Unentschieden zur Pause gerechtfertigt gewesen.
Dabei hatte Brüggen zunächst sogar die Führung übernommen. Nils Bonsels brachte TuRa in der 16. Minute nach einem Angriff über Lamin Fuchs mit 1:0 nach vorne. Die Antwort des OSV ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Angelo Recker stellte nur zwei Minuten später mit einem wuchtigen Abschluss in den Winkel auf 1:1.
Meerbusch trifft zu den entscheidenden Zeitpunkten
Die Partie blieb zunächst offen – doch kurz vor dem Seitenwechsel gelang dem Tabellenführer der entscheidende psychologische Vorteil. Nach einem Ballverlust der Gäste im Mittelfeld schaltete Meerbusch schnell um, Marc Rommel vollendete zum 2:1. Für Müller war gerade dieser Zeitpunkt besonders ärgerlich: „Was wir uns vorwerfen müssen, ist, dass wir die Gegentore zu absolut ungünstigen Zeitpunkten bekommen haben.“
Nach dem Seitenwechsel setzte Meerbusch direkt nach. In der 51. Minute erhöhte Philip Schmelzer nach einer Kombination über Junior Rainer dos Santos Steuer und Rommel auf 3:1. Damit wurde die Aufgabe für Brüggen deutlich schwieriger. Die Gäste bemühten sich zwar, zurück ins Spiel zu finden, entwickelten im zweiten Durchgang aber nicht mehr die Durchschlagskraft der ersten Hälfte. Meerbusch blieb gefährlich und ließ kaum noch Möglichkeiten für eine Wende zu.
Erst in der Schlussminute machte Lars Stieger endgültig alles klar. Nachdem der Torhüter einen ersten Versuch von Rommel noch abgewehrt hatte, verwertete Stieger den Nachschuss zum 4:1-Endstand.
Trotz der Niederlage wollte Müller seiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen. Der frühe Rückschlag nach der eigenen Führung, der Treffer kurz vor der Pause und das schnelle 3:1 hätten den Spielverlauf maßgeblich beeinflusst. „Insgesamt kann man von keinem unverdienten Sieg des OSV sprechen“, räumte der TuRa-Coach ein. Zugleich fand er deutliche Worte für den Gegner: Meerbusch sei für ihn die beste Mannschaft der Liga und werde im Kampf um die Spitzenplätze bis zum Saisonende eine Rolle spielen.
Während der OSV mit 29 Punkten nach elf Begegnungen Tabellenführer bleibt, steht TuRa Brüggen mit 14 Zählern auf dem zehnten Rang.
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