Foto: Heiko van der Velden
Nach zwei Niederlagen in Folge hat der ASV Süchteln in der Landesliga wieder dreifach gepunktet. Beim VfB Bottrop setzte sich die Mannschaft von Trainer Volker Hansen am Samstag mit 1:0 (0:0) durch. Lars Prigge erzielte in der 50. Minute den entscheidenden Treffer. Der Erfolg war allerdings ein hartes Stück Arbeit, denn vor allem in der ersten Halbzeit blieb Süchteln offensiv vieles schuldig.
Die Gäste kamen vor der Pause lediglich zu zwei Offensivaktionen, die allerdings nicht zwingend genug waren, um den VfB ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. „Wir haben in der ersten Halbzeit zu körperlos gespielt und uns in vielen Zweikämpfen den Schneid abkaufen lassen“, bemängelte Hansen. Bottrop sei trotz seines Tabellenstandes ein guter Gegner mit einer überzeugenden Spielanlage. „Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass wir das Spiel verlieren werden, wenn wir so weitermachen.“
Hansen reagierte zur Pause mit drei Wechseln. Lars Prigge, Leo Rennett und Florian Maus kamen in die Partie. Die Veränderungen zeigten Wirkung: Süchteln trat aktiver auf, ging entschlossener in die Zweikämpfe und entwickelte nach dem Seitenwechsel deutlich mehr Zug zum Tor. „Die Jungs, die reingekommen sind, haben das sehr gut gemacht“, lobte Hansen. Seine Mannschaft habe dadurch deutlich mehr Zugriff bekommen und sich so präsentiert, wie er sich das grundsätzlich vorstelle.
Nur fünf Minuten nach Wiederbeginn belohnte sich der ASV. Leonit Popova legte den Ball in den Rückraum, wo Lars Prigge richtig stand und zum 1:0 abschloss. Süchteln blieb anschließend die aktivere Mannschaft, auch wenn im letzten Drittel nicht alles gelang. „Beim letzten Pass hat uns teilweise noch die Genauigkeit gefehlt“, räumte Hansen ein.
In der Schlussphase musste der ASV den knappen Vorsprung verteidigen. Bottrop schlug vermehrt Flanken in den Strafraum, doch die Gäste hielten diszipliniert dagegen und ließen keinen Gegentreffer mehr zu. Hansen lobte ausdrücklich die Defensive, die sehr geschlossen gestanden und einen wichtigen Beitrag zum Auswärtssieg geleistet habe.
Eine besondere Rolle kam auch Toni Weis zu, der erstmals in dieser Saison überhaupt in einem Pflichtspiel zum Kader des ASV gehörte. Zuvor hatte er aus privaten Gründen gefehlt. Hansen bezeichnete Weis als wichtigen Stabilisator für die Mannschaft. Durch seine Präsenz habe der Trainer die Möglichkeit, Felipe Burkhardt weiter vorne einzusetzen. Zudem bekomme Paul Fröhling mehr Entlastung und könne sich stärker in die Offensive einschalten. Weis eröffnet dem ASV damit zusätzliche taktische Möglichkeiten.
Auch die Einwechselspieler überzeugten. Maus absolvierte sein fünftes Spiel und gefiel Hansen mit seiner Unbekümmertheit und Laufbereitschaft. Prigge sei „immer eine Bereicherung“, sagte der Coach, der hofft, dass der Mittelfeldspieler künftig von Verletzungen verschont bleibt. Auch Rennett habe seinen Anteil daran gehabt, dass die Umstellungen aufgingen.
„Die Mannschaft hat sich die drei Punkte hart erarbeitet“, bilanzierte Hansen zufrieden. Nach zwei Niederlagen zählt für Süchteln vor allem das Ergebnis – und die gelungene Reaktion auf eine schwache erste Halbzeit.
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