Die Sportfreunde Neuwerk haben dem VfB Homberg einen Punkt abgetrotzt. Beim 1:1 gegen den Aufstiegsfavoriten aus Duisburg bewies der Landesliga-Aufsteiger Moral und belohnte sich in der Schlussminute für eine engagierte Leistung. Gian-Luca Mermann verwandelte einen Handelfmeter zum Ausgleich (90.). Für die Mannschaft von Trainer Dony Karaca war es bereits der zehnte Punkt in dieser Saison. Alle Zähler sammelte Neuwerk bislang auf eigenem Platz.
„Das war ein richtig gutes Spiel von uns“, lobte Karaca seine Mannschaft. Die Sportfreunde hätten sowohl mit als auch gegen den Ball diszipliniert agiert und dem Gegner nur wenige Lösungen angeboten. Gerade in der ersten Halbzeit sah der Neuwerker Trainer seine Elf im Vorteil. Die Gastgeber standen kompakt, arbeiteten konsequent gegen den Ball und erspielten sich zugleich gute Möglichkeiten. „Die hatten keine Idee, wie sie durchkommen sollten“, erklärte Karaca.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung offener. Homberg kam häufiger in die gefährlichen Räume und ging in der 62. Minute durch Emir Demiri in Führung. Neuwerk ließ sich davon jedoch nicht entmutigen und versuchte in der Schlussphase, noch einmal Druck aufzubauen. Die Gastgeber warfen alles nach vorne und wurden schließlich belohnt: Nach einem Handspiel zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Mermann übernahm die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter zum 1:1.
„Normalerweise musst du so ein Spiel gewinnen, wenn du die Torchancen siehst“, sagte Karaca mit Blick auf die Möglichkeiten seiner Mannschaft. Gleichzeitig wusste er den Punkt gegen den starken Gegner einzuordnen. Vor der Partie hätte er einen Zähler gegen Homberg sofort unterschrieben. „Wenn wir hier einen Punkt holen, ist das eine klasse Sache“, hatte er seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben.
Mit nun zehn Punkten belegen die Sportfreunde Neuwerk den elften Tabellenplatz. Für einen Aufsteiger ist das eine ordentliche Zwischenbilanz. Allerdings gibt es auch eine klare Baustelle: Sämtliche Zähler holte die Mannschaft bislang zu Hause. Damit die Neuwerker sich weiter vom Tabellenkeller absetzen können, müssen künftig auch auswärts Punkte her.
Karaca blickte nach dem Remis bereits auf die nächste Aufgabe. Seine Mannschaft wolle sich intensiv vorbereiten und versuchen, erstmals auch in der Fremde Zählbares mitzunehmen. Der Trainer weiß allerdings, dass das kein Selbstläufer wird. Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Homberg dürfte das Selbstvertrauen dafür zumindest gestiegen sein.
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