Foto: Heiko van der Velden
Der ASV Süchteln hat am vierten Spieltag der Landesliga eine bittere Niederlage kassiert. Gegen den SV Budberg unterlag die Mannschaft von Trainer Volker Hansen mit 2:4 (1:1), obwohl sie nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich selbst auf Siegkurs lag. Erst in der Schlussphase drehte Budberg die Partie endgültig.
Die Gäste erwischten den besseren Start und gingen nach einer Ecke durch Florian Mordt per Kopf mit 1:0 in Führung (28.). Süchteln monierte allerdings, dass der Ball vor dem Eckstoß zuletzt von einem Budberger berührt worden sei und es deshalb Abstoß hätte geben müssen. Die Gastgeber ließen sich davon nicht beirren und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich. Leonit Popova traf nach Vorarbeit von Luca Mikail Kovacevic zum 1:1 (36.).
Nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag. Moritz Paul brachte Budberg erneut in Führung (50.), doch Süchteln fand wiederum die passende Antwort. Nach einer Ecke köpfte Paul Fröhling den Ball zunächst in Richtung Tor, Budbergs Schlussmann Marc Anders konnte den Versuch noch parieren. Den Abpraller verwertete Malte Thesenvitz zum 2:2 (57.).
Anschließend entwickelte sich eine Partie auf Messers Schneide. Süchteln hatte durchaus die Möglichkeit, erstmals selbst in Führung zu gehen. Paul Fröhling setzte sich nach einem starken Solo durch, scheiterte jedoch am aufmerksamen Anders. Auf der anderen Seite sorgte Budberg mit Ballgewinnen und schnellen Umschaltaktionen immer wieder für Gefahr.
In der Schlussphase fiel dann die Vorentscheidung – aus Sicht der Gastgeber allerdings unter höchst ärgerlichen Umständen. Oliver Nowak brachte Budberg mit dem 3:2 in der 83. Minute erneut nach vorne. Hansen sah der Entstehung des Treffers eine Abseitsposition vorausgehen. „Für mich ist die Situation vor dem 3:2 eine klare Abseitsentscheidung. Wenn das Abseits dann nicht gegeben wird, ist es schwierig, wenn solche Dinge ein Spiel entscheiden“, sagte der Süchtelner Trainer.
Nur drei Minuten später erhöhte Ole Egging auf 4:2 (86.). In der 89. Minute musste Süchteln zudem in Unterzahl weiterspielen: Luca Kovacevic sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte.
Trotz des Ergebnisses wollte Hansen die Niederlage nicht allein an den Entscheidungen des Schiedsrichters festmachen. „Ich bin sonst nie der, der mit Schiedsrichterentscheidungen hadert“, betonte der Trainer. Seine Mannschaft habe ein „sehr intensives Spiel“ gezeigt und den Gästen über weite Strecken Paroli geboten. Budberg sei eine starke und robuste Mannschaft gewesen, die mit langen Bällen und gefährlichen Aktionen über die Außenbahnen immer wieder für Probleme gesorgt habe.
Dennoch blieb bei Hansen vor allem die Enttäuschung über die entscheidenden Momente. „Wir kommen aus der Halbzeit, kriegen dann das 2:1, kommen wieder mit dem 2:2 zurück und dann ist es ein offenes Spiel. Das ist ein Spiel auf Messers Schneide“, sagte er. Gerade deshalb sei es besonders bitter, am Ende mit leeren Händen dazustehen.
Auch die Frage nach weiteren strittigen Situationen wollte Hansen nicht zum Hauptthema machen. Entscheidend sei vielmehr, dass Süchteln aus der Partie lernen müsse. „Fakt ist, wir kriegen halt vier Gegentore“, sagte der Trainer. Budberg habe einen klaren Plan gehabt und sei letztlich eine Mannschaft gewesen, die ihre Chancen konsequenter nutzte.
Für Süchteln gilt es nun, die Niederlage schnell abzuhaken. „Jetzt geht es darum, schnellstmöglich wieder aufzuarbeiten“, sagte Hansen.
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