Foto: Heiko van der Velden
Wenn am Freitagabend um 20 Uhr in der Christian-Rötzel-Kampfbahn das Flutlicht angeht, kommt es zum Wiedersehen zweier alter Bekannter. Der SC Union Nettetal empfängt den SV Biemenhorst. Noch vor zwei Jahren spielten beide Mannschaften gemeinsam in der Oberliga. Inzwischen treffen sie sich in der Landesliga wieder: Nettetal geht in sein zweites Jahr nach dem Abstieg, Biemenhorst ist im Sommer aus der Oberliga abgestiegen.
Die Ausgangslage ist unterschiedlich. Nettetal hat aus den ersten drei Spielen vier Punkte gesammelt. Biemenhorst wartet dagegen noch auf den ersten Sieg und hat bislang einen Punkt geholt. Der Absteiger steht damit auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Für Nettetals Kapitän Pascal Schellhammer besitzt die Partie eine besondere Note. Denn das letzte Aufeinandertreffen vor zwei Jahren ist ihm vor allem wegen einer Szene in Erinnerung geblieben. Unter Flutlicht verlor Nettetal damals die Partie. Für Gesprächsstoff sorgte insbesondere der Platzverweis gegen Schellhammer.
Der Kapitän war nach einer Verletzungsbehandlung außerhalb des Spielfeldes wieder auf den Platz gekommen. Zuvor hatte ihm der Linienrichter signalisiert, dass er den Platz betreten dürfe. Trotzdem wurde er mit Gelb-Rot vom Platz gestellt. Auch der Hinweis des Linienrichters änderte nichts an der Entscheidung. Union kündigte anschließend einen Einspruch gegen die Karte und die Spielwertung an, der jedoch erfolglos blieb.
„Grundsätzlich hat jedes Spiel eine gewisse Brisanz, natürlich ist es bei solch einem Spiel noch mal etwas mehr, da wir dieses Spiel vor zwei Jahren unter Flutlicht verloren haben“, sagt Schellhammer. „Damals hatten wir das Spiel sehr gut im Griff und haben verdient geführt. Der Schiedsrichter hatte da aber eine andere Idee und hat die Partie mit einigen aus unserer Sicht fragwürdigen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst.“
Das Wiedersehen besitzt damit zusätzliche Würze. Im Mittelpunkt soll am Freitag das Sportliche stehen. Nettetal möchte seine vier Punkte aus den ersten drei Spielen ausbauen und den zweiten Saisonsieg einfahren.
Biemenhorst reist dagegen mit Druck an. Nach dem Oberliga-Abstieg ist der Start bislang nicht nach Wunsch verlaufen. Ein Punkt aus drei Spielen bedeutet den vorletzten Tabellenplatz. Der erste Dreier soll deshalb möglichst schnell her.
Freitagabend, Flutlicht und zwei alte Oberliga-Rivalen – dazu die Vorgeschichte um Schellhammers Platzverweis: Die Partie besitzt ihre eigene Brisanz. Diesmal soll die Geschichte aus Union-Sicht allerdings ein anderes Ende nehmen.
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