Archivfoto: Heiko van der Velden
Die VSF Amern dürfen sich im Niederrheinpokal auf einen besonderen Fußballabend freuen. Der Landesligist empfängt in der ersten Runde den KFC Uerdingen aus der Oberliga Niederrhein. Für den Verein ist das attraktive Los sportlich reizvoll, gleichzeitig gilt es, einige organisatorische Fragen zu klären.
Trainer Willi Kehrberg freut sich zunächst einmal über die Auslosung. „Das ist eine tolle Auslosung“, sagt der Coach. Für seine Mannschaft seien solche Begegnungen genau das, was den Pokal ausmache. „Jede Amateurmannschaft muss so ein Spiel spielen. Das ist ein Highlight.“
Zusätzlich interessant wird die Aufgabe durch den vergleichsweise geringen Klassenunterschied. Uerdingen spielt lediglich eine Liga höher. „Wenn man eine Mannschaft ärgern kann, die eine Klasse höher spielt, ist man nicht ganz so weit weg“, sagt Kehrberg und sieht darin einen zusätzlichen sportlichen Anreiz für seine Mannschaft.
Auch für Kehrberg persönlich schließt sich mit dem Los ein kleiner Kreis. Das Pokalspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen in der Saison 2017/18 war sein erstes Pflichtspiel für die VSF Amern. Damals musste sich Amern dem Regionalligisten mit 0:7 geschlagen geben. Trotzdem blieb die Begegnung in guter Erinnerung.
Denn auch wenn das Ergebnis deutlich ausfiel, wurde das Spiel für den Verein zu einer gelungenen Veranstaltung. Rund 800 Zuschauer sorgten im Rösler-Stadion für eine große Kulisse, und auch organisatorisch lief die Begegnung reibungslos. Nun könnte erneut ein bekanntes Team für einen außergewöhnlichen Pokalabend in Amern sorgen.
Ob das Spiel tatsächlich im Rösler-Stadion ausgetragen werden kann, steht allerdings noch nicht endgültig fest. Nach der Auslosung haben beim Verein bereits Gespräche über die Rahmenbedingungen begonnen. Ein Duell gegen einen Traditionsverein wie den KFC Uerdingen bringt schließlich nicht nur sportliche Herausforderungen mit sich.
Vor allem das Thema Sicherheit spielt eine wichtige Rolle. Zuschaueraufkommen, Einlass, Verkehrsführung, Infrastruktur und das notwendige Sicherheitskonzept müssen berücksichtigt werden. Gemeinsam mit der Gemeinde sollen deshalb zunächst die Voraussetzungen geprüft werden.
„Heutzutage ist eine Auslosung auch eine Herausforderung für den gesamten Verein“, sagt Kehrberg. Die VSF wollten die Begegnung möglichst selbst austragen. Gleichzeitig müsse genau geprüft werden, welches Risiko und welcher organisatorische Aufwand damit verbunden seien.
Der Verein sei grundsätzlich bereit, den nötigen Aufwand zu betreiben. Zusätzliche Maßnahmen könnten allerdings notwendig werden.
Kehrberg will die Diskussion darüber jedoch nicht zum Thema innerhalb seiner Mannschaft machen. „Wir haben wichtige Spiele bis dahin“, betont der Trainer. Die Spieler sollten sich zunächst auf den Ligaalltag konzentrieren. Die Organisation rund um das Pokalspiel liege schließlich in den Händen des Vereins.
Sportlich ist die Vorfreude bei den Beteiligten dagegen bereits groß. „Wir würden das Spiel gerne bei uns spielen“, sagt Kehrberg. Auch die Mannschaft dürfte sich auf die Gelegenheit freuen, sich gegen einen bekannten Traditionsverein zu beweisen.
Nun geht es darum, möglichst schnell eine Lösung für die Austragung zu finden. Der Verein will die Möglichkeiten ausloten und nach Möglichkeit dafür sorgen, dass der KFC Uerdingen tatsächlich im Rösler-Stadion gastiert.
Nach dem Oberhausen-Spiel von 2017/18 wäre es für die VSF Amern damit erneut ein Pokalabend mit besonderem Namen auf der anderen Seite. Das Ergebnis von damals soll sich zwar möglichst nicht wiederholen – auf eine große Kulisse und einen besonderen Fußballabend hoffen in Amern aber sicherlich viele.
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