„Zu was die Mannschaft imstande ist, zeigt sie immer wieder“

Der SC Victoria Mennrath hat eine Hinrunde hinter sich, die kaum gegensätzlicher hätte verlaufen können. Starke Serien, in denen die Mannschaft ihre Qualität unter Beweis stellte, wechselten sich mit Phasen ab, in denen es defensiv deutlich hakte. Mit 23 Punkten belegt der Elf von Trainer Marc Trostel Tabellenplatz acht.

So lief die Hinrunde Aus Sicht des Trainers lässt sich die erste Saisonhälfte vor allem mit einem Wort beschreiben: wechselhaft. „Ich glaube, da hat sich am Fazit nicht so viel verändert“, sagt Trostel. Die Mannschaft habe über weite Strecken gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt, dieses jedoch nicht konstant abrufen können. Besonders augenfällig waren zwei direkt aufeinanderfolgende Serien: fünf Siege in Folge (2:1 TVD Velbert, 2:0 FC Kosova, 2:1 ASV Süchteln, 2:1 SSV Bergisch Born und 1:0 1. FC Wülfrath) mit nur drei Gegentoren auf der einen Seite, vier Niederlagen am Stück mit insgesamt 16 Gegentreffern auf der anderen: 2:3 VfB 03 Hilden II, 0:6 Solingen-Wald 03, SC Velbert 2:3, 1:4 SC Kapellen-Erft. „Das sind Extreme, die wirklich direkt aufeinander gefolgt sind“, ordnet Trostel ein. Selbst wenn man die deutliche Niederlage gegen Solingen-Wald herausrechne, bleibe die Erkenntnis, dass Mennrath in kurzer Zeit zu viele Gegentore kassiert habe.

Das war gut Die positiven Phasen der Hinrunde liefern dem Trainer dennoch klare Ansatzpunkte. In der Siegesserie habe die Mannschaft über mehrere Wochen hinweg konstant verteidigt und als Einheit funktioniert. „Da haben wir es hinbekommen, auch über einen längeren Zeitraum stabil zu sein“, sagt Trostel. Das Zusammenspiel aus guter Ordnung, konsequentem Umschalten und gegenseitiger Absicherung habe gestimmt. „Zu was die Mannschaft imstande ist, zeigt sie immer wieder“, betont er. Diese Leistungsfähigkeit sei eine wichtige Grundlage, gerade in einer Landesliga, die in dieser Saison so ausgeglichen sei wie selten zuvor.

Das muss besser werden Dennoch sieht Trostel klaren Verbesserungsbedarf. „Das Schlechte waren teilweise individuelle Fehler, aber auch die fehlende Geschlossenheit im gemeinschaftlichen Verteidigen“, erklärt der Trainer. Einzelne Unachtsamkeiten – falsches Stellungsspiel, fehlendes Einrücken oder verspätetes Umschalten – hätten sich immer wieder summiert. „Dann kassierst du in kurzer Zeit zu viele Gegentore, und mit so einem Gegentorschnitt bist du weit davon entfernt, Spiele zu gewinnen“, sagt Trostel. Genau hier fehle es seiner Mannschaft noch an Konstanz. Diese sei zwar phasenweise vorhanden, aber eben nicht über die gesamte Hinrunde hinweg. Ziel müsse es sein, diese Schwankungen in der Rückrunde deutlich zu reduzieren.

So geht es weiter Für die zweite Saisonhälfte erwartet Trostel keine leichtere Aufgabe. Im Gegenteil: „Die Liga ist extrem ausgeglichen“, sagt er. Abgesehen von Solingen-Wald, die er als klaren Aufstiegsfavoriten einordnet, könne jeder Gegner an einem guten Tag jeden schlagen. Mennrath habe selbst erfahren müssen, dass vermeintlich einfache Spiele schnell verloren gehen können. „Du kannst dir diese Saison gegen keinen Gegner leisten, nicht an deine Grenzen zu gehen“, betont der Trainer.

Personell ist die Lage weitgehend ruhig. Ein Abgang steht fest mit Samuelson Forestal (SpVg Odenkirchen), ansonsten könnte es auf der Zugangsseite noch Bewegung geben. „Nicht zwingend, aber wenn sich die Möglichkeit ergibt und der Spieler uns weiterbringt, würden wir es machen“, sagt Trostel. In der Vorbereitung setzt Mennrath bewusst auf starke Testspielgegner. „Wir haben ganz gezielt gute Mannschaften ausgesucht“, erklärt er. Gerade gegen solche Gegner wolle man an der Stabilität arbeiten – damit die Hinrunde nicht erneut von so extremen Ausschlägen geprägt wird. Bisher gab es zwei Spiele, in der die Mannschat jeweils eine Niederlage kassierte: 1:5 Holzheimer SG, 2:5 TuRa Brüggen. Am Dienstagabend folgte zudem ein 0:0 gegen den Oberligisten VfL Jüchen-Garzweiler. Ein weiteres Testspiel steht am 25. Januar gegen FC Union Schafhausen an.

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