Vom „Scherbenhaufen“ zum Aufsteiger: Rahsers bemerkenswerter Weg

Foto: SC Viersen-Rahser

15 Jahre lang musste der SC Viersen-Rahser auf diesen Moment warten – jetzt ist die Rückkehr in die Kreisliga A perfekt. Mit einem 2:0-Sieg im Derby und Topspiel bei BW Concordia Viersen machte der SC Viersen-Rahser den Aufstieg vor mehr als 300 Zuschauern endgültig klar.

Die Gäste erwischten einen perfekten Start. Bereits nach fünf Minuten traf Jörg Tappiser zur frühen Führung und brachte Rahser damit genau in die Position, die sich die Mannschaft vorgenommen hatte. Concordia übernahm anschließend zwar mehr Spielanteile, biss sich aber immer wieder an der disziplinierten Defensive der Gäste die Zähne aus. Rahser lauerte auf Konter – und schlug kurz vor Schluss erneut zu. In der 86. Minute sorgte Hayrettin Özer mit dem 2:0 für die Entscheidung und löste damit großen Jubel aus.

„Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt“, sagte Kapitän Tim Smeets nach der Partie. Seine Mannschaft habe bewusst tief gestanden und auf Umschaltsituationen gesetzt. „Concordia ist eine sehr starke Mannschaft. Beide Teams hätten den Aufstieg verdient gehabt.“ Den Unterschied habe Rahser in den entscheidenden Spielen gemacht. „In den Topspielen haben wir abgeliefert.“

Dass Rahser nun tatsächlich den Sprung in die Kreisliga A geschafft hat, ist für viele im Verein alles andere als selbstverständlich. Vor anderthalb Jahren befand sich die Mannschaft laut Smeets noch in einer schwierigen Situation. „Michael Ingenrieth hat damals einen totalen Scherbenhaufen übernommen“, erinnert sich der Kapitän. Gemeinsam mit Jürgen Kalina brachte Ingenrieth wieder Struktur und Disziplin in die Mannschaft. „Er hat die Jungs fit gemacht und aus der Truppe eine richtige Einheit geformt, was ich ihm ganz hoch anrechne und ihm ewig dankbar sein werde.“

Im Sommer verstärkte sich Rahser gezielt mit einigen Spielern, gleichzeitig rückten Talente aus der eigenen Jugend nach. Für Smeets ist genau das ein Schlüssel des Erfolgs gewesen. „Teamzusammenhalt und Disziplin waren am Ende ausschlaggebend.“ Auch neben dem Platz habe sich viel entwickelt. Trainerteam, Betreuer und Umfeld hätten gemeinsam an einem Strang gezogen. „Man hat gespürt, dass jeder dieses Ziel unbedingt erreichen wollte.“

Der Aufstieg soll für den SC Viersen-Rahser nun aber erst der Anfang sein. Große Veränderungen im Kader sind trotz der neuen Liga nicht geplant. Stattdessen setzt der Verein weiterhin auf Kontinuität und Gemeinschaft. „Wir wollen auch den Jungs die Chance geben, die den Aufstieg geschafft haben“, betont Smeets.

Mit Sebastian Schinkels steht zudem bereits der Trainer für die kommende Saison fest. Er war ursprünglich ohnehin als Nachfolger vorgesehen und übernahm frühzeitig Verantwortung. Nach 15 Jahren kehrt der SC Viersen-Rahser damit nicht nur in die Kreisliga A zurück – sondern auch wieder in ruhigere und erfolgreichere Zeiten.

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