Archivfoto: Heiko van der Velden
Die Sportfreunde Neuwerk haben auch am vierten Spieltag der Landesliga den erhofften zweiten Saisonsieg verpasst. Beim VfB Speldorf unterlag der Aufsteiger mit 1:3 (0:0) und kassierte damit nach dem Auftaktsieg gegen die VSF Amern bereits die dritte Niederlage in Folge. Dabei wäre für die Mannschaft von Trainer Dony Karaca deutlich mehr drin gewesen.
„Wir haben eine klar bessere Mannschaft. Wir haben viele Torchancen gehabt. Wir müssen definitiv führen“, ärgerte sich Karaca nach der Partie. Seine Mannschaft kontrollierte nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zunehmend das Geschehen und kam mehrfach zu guten Möglichkeiten. Besonders bitter: Jan-Luca Mermann traf sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit per Kopf die Latte. Zudem vergab Neuwerk weitere gute Eins-gegen-eins-Situationen.
Nach der Pause wurde die Partie innerhalb weniger Minuten turbulent. Fritz Fiedler brachte Speldorf in der 50. Minute mit 1:0 in Führung. Neuwerk hatte jedoch die passende Antwort parat: Nur eine Minute später setzte sich Marwan El Khoulati Haroun auf der linken Seite durch und schob zum 1:1 ein.
Die Gäste blieben anschließend gefährlich und hatten Möglichkeiten, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Doch ausgerechnet in einer Phase, in der Neuwerk auf die Führung drängte, folgte der Rückschlag. Yassin Merzagua brachte die Gastgeber in der 86. Minute erneut mit 2:1 in Front.
Für Karaca war dies die entscheidende Szene. „Da haben wir nicht clever genug gespielt. Da waren wir irgendwie zu offen“, analysierte der Trainer. Neuwerk musste anschließend alles nach vorne werfen und wurde in der Nachspielzeit erneut bestraft. Destine Onyemere traf in der 93. Minute zum 3:1 und sorgte damit endgültig für die Entscheidung.
„Das heutige Spiel musst du zumindest mit Punkten nach Hause nehmen. Das darfst du nicht mehr aus der Hand nehmen“, sagte Karaca. Gerade in den entscheidenden Situationen müsse seine Mannschaft noch lernen, Spiele auf Landesliga-Niveau konsequenter zu Ende zu spielen.
Trotz der Niederlage sieht Karaca seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. „Sehr, sehr ärgerlich. Da müssen wir lernen, müssen weitermachen. Wir werden irgendwann noch unsere Momente kriegen.“ Die Anpassung an das höhere Tempo und die größere Konsequenz in den entscheidenden Szenen seien für den Aufsteiger wichtige Lernprozesse.
Nach dem Auftaktsieg gegen Amern steht Neuwerk damit weiterhin bei drei Punkten. Drei Niederlagen in Serie haben den gelungenen Start allerdings schnell relativiert. In Speldorf zeigte die Mannschaft erneut, dass sie mithalten kann – belohnt wurde sie dafür aber wieder nicht.
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