Archivfoto: Heiko van der Velden
Die Sportfreunde 06 Neuwerk haben sich als Aufsteiger bereits ein beachtliches Polster in der Landesliga erarbeitet. Nach sieben Spieltagen stehen neun Punkte auf dem Konto. Alle Zähler holte die Mannschaft von Trainer Dony Karaca auf eigenem Platz – zuletzt überzeugte sie beim 3:1 gegen den ambitionierten ASV Süchteln. Am Sonntag steht beim Mülheimer FC nun die nächste Auswärtsaufgabe an.
„Neun Punkte in der Landesliga sind für uns eine richtig gute Basis. Wir haben mittlerweile eine gewisse Heimstärke entwickelt und sind darüber sehr happy“, sagt Karaca. Neben Süchteln bezwang Neuwerk zu Hause bereits den SC Union Nettetal mit 2:0 und die VSF Amern mit 1:0. Nach Ansicht des Trainers wäre sogar noch mehr möglich gewesen. „In den anderen Spielen hätten wir auch noch den einen oder anderen Punkt holen können.“
Die Mannschaft weiß allerdings, dass der gute Start kein Grund ist, nachzulassen. „Wir dürfen uns darauf nicht ausruhen. Jeder Punkt zählt, dafür müssen wir hart arbeiten“, betont Karaca. Gerade auswärts möchte Neuwerk deshalb nachlegen und die bisherige Bilanz aufbessern.
Der Erfolg ist auch das Ergebnis einer klaren Transferstrategie. Neuwerk setzte im Sommer auf junge, hungrige Spieler statt auf erfahrene Landesligaakteure. „Wir haben keinen gestandenen Landesligaspieler geholt. Wir wollen mit jungen Spielern in der Landesliga weiterkommen und sie entwickeln“, erklärt Karaca.
Zu den Neuzugängen gehört u.a. Deniz Salk, der zuvor beim 1. FC Mönchengladbach in der Bezirksliga spielte und mit bislang drei Treffern der beste Neuwerker Torschütze ist. Mittelfeldspieler Janis Hrustic kam vom TSV Meerbusch II, ebenfalls aus der Bezirksliga. Fabian Trzensko wechselte vom ASV Süchteln, wo er allerdings nur wenige Einsatzzeiten in der Landesliga erhalten hatte. Mit Tom Schlesiger stieß zudem ein Spieler aus der A-Jugend von Fortuna Mönchengladbach zum Team.
Für Karaca ist die Arbeit mit den jungen Spielern anspruchsvoll, aber zugleich ein wichtiger Bestandteil des Neuwerker Weges. „Das ist harte Arbeit, aber unser Weg. Die Jungs machen das so gut und holen alles raus. Man sieht, dass es klappen kann“, sagt der Trainer. Gleichzeitig mahnt er zur Geduld: „Die Saison ist noch lang.“ Besonders wichtig sei, dass die Spieler ihre Entwicklung mit Einsatz und Leistung zurückzahlten. „Die Jungs geben viel zurück. Und wenn das dann auch Erfolg hat, ist das umso schöner.“
Auch das Trainerteam wurde im Sommer gezielt verstärkt. Mit Roland Garnschröder und Florian Wittkopf kamen zwei Co-Trainer hinzu. „Wir haben für uns gesagt, dass wir das Trainerteam so stark machen, wie es nur geht. Wir haben ein tolles Trainerteam mit tollen Typen, die sehr viel zuarbeiten“, sagt Karaca. Jeder bringe sich ein, um die Mannschaft weiterzuentwickeln.
Nun wartet mit dem Mülheimer FC die nächste Gelegenheit, auch auswärts Zählbares mitzunehmen. „Wir müssen jetzt auch auswärts punkten“, sagt Karaca. Die bisherige Ausbeute sei dabei eine gute Grundlage, mehr aber auch nicht. „Wir sind erstmal sehr zufrieden damit. Das ist die Haben-Seite.“ Nun soll das Punktekonto auch auf fremden Plätzen weiter wachsen.
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