Der 1. FC Mönchengladbach startet mit neuem Trainer und frischem Mut in die entscheidende Phase der Bezirksliga-Saison. Dennis Krause hat beim Tabellen-16. das Kommando übernommen und soll den Klassenerhalt sichern. Bei zwölf Punkten und nur drei Zählern Rückstand auf das rettende Ufer ist die Ausgangslage schwierig, aber keineswegs aussichtslos.
Am heutigen Donnerstag leitete der 32-Jährige erstmals das Training. Viel Zeit zum Kennenlernen bleibt nicht, denn bereits am 30. Januar steht das erste Ligaspiel unter seiner Regie an. Die Aufgabe könnte kaum größer sein: Auswärts geht es zu den Sportfreunden Neuwerk, dem Tabellenzweiten mit 42 Punkten.
Krause weiß um die Herausforderung und setzt klare Schwerpunkte. „In erster Linie geht es darum, zu punkten“, sagt der neue Coach, der sich zunächst ein eigenes Bild von der Mannschaft machen will. Besonders die Defensivarbeit steht im Fokus. Fast 60 Gegentore in der Hinrunde seien schlicht zu viel gewesen. „Wir müssen lernen, geschlossen als Mannschaft zu verteidigen und zu verstehen, was im Abstiegskampf wichtig ist“, so Krause. Dazu gehöre auch, „über die Schmerzgrenze hinauszugehen und ab und zu auch mal ein bisschen dreckig zu spielen – nicht so lieb und brav, wie es bei jungen Spielern oft der Fall ist“.
Denn genau darin sieht der Trainer einen der Knackpunkte: Der Kader ist sehr jung, bringt Tempo und Fitness mit, aber bislang zu wenig Abgezocktheit. Um das zu ändern, hat der Verein in der Winterpause gezielt Erfahrung dazugeholt. Mit Safer Erdogan (VfR Fischeln), Tayfun Yilmaz (TuS Wickrath), Asim Göksu (Türkiyemspor) und Philip Welzer (Odenkirchen) kamen mehrere Akteure, die den Seniorenfußball kennen und Verantwortung übernehmen sollen. „Der wichtigste Punkt war, Erfahrung reinzubringen“, erklärt Krause. „Die Jungs haben klar die Ansage bekommen, auf dem Platz mitzuführen und auch mal das Heft in die Hand zu nehmen.“
Trotz des akuten Abstiegskampfs will Krause seine fußballerische Handschrift nicht komplett hinten anstellen. „Eine klare Spielidee ist wichtig, weil sie Vertrauen gibt – jeder muss wissen, was er zu tun hat“, sagt er. Gleichzeitig sei aber wenig Zeit für Experimente: „Wir müssen uns der Situation anpassen, weil wir mitten im Abstiegskampf stehen.“
Die Vorbereitung ist entsprechend kompakt angelegt. Trainiert wird in der Regel dreimal pro Woche, ergänzt durch Athletikeinheiten. Testspiele sind bereits angesetzt, weitere sollen folgen. Parallel dazu rücken auch Nachwuchsspieler in den Fokus. Mehrere Akteure aus der A-Jugend absolvieren die komplette Vorbereitung mit der ersten Mannschaft.
Für den 1. FC Mönchengladbach zählt nun vor allem eines: schnell Punkte sammeln und Selbstvertrauen aufbauen. Der Auftakt in Neuwerk wird schwer, doch Krause blickt realistisch nach vorne: „Es wird nicht einfach, aber wir müssen es schaffen, eklig zu werden und den Gegnern Paroli zu bieten.“ Der Kampf um den Klassenerhalt hat für den FC damit endgültig begonnen.
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