Mennrath belohnt sich erneut nicht

Der SC Victoria Mennrath steckt in der Landesliga weiter in der Ergebniskrise. Beim SSV Bergisch Born unterlagen die Gäste knapp mit 0:1 und verpassten es erneut, sich für eine insgesamt ordentliche Leistung zu belohnen. Mit 27 Punkten steht die Mannschaft auf Platz 14 und damit mitten im Abstiegskampf, auch wenn der rettende Strich aktuell noch knapp überboten wird.

Dabei begann die Partie aus Sicht der Gäste durchaus vielversprechend. Mennrath kam gut ins Spiel und erspielte sich früh erste Möglichkeiten. Moussa Coulibaly kam nach wenigen Minuten zum Abschluss, konnte den Ball jedoch nicht entscheidend kontrollieren. Kurz darauf bot sich Oliver Krüppel die große Chance zur Führung, als er am zweiten Pfosten frei zum Abschluss kam, den Ball jedoch zu schnell und zu unplatziert abschloss, sodass der Torhüter parieren konnte.

So blieb es beim 0:0, ehe sich kurz vor der Pause die entscheidende Szene ereignete. In der 41. Minute nutzte Gloire Sunda einen Moment der Unaufmerksamkeit in der Mennrather Defensive und erzielte das 1:0 für den SSV Bergisch Born.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der Vorwoche. Mennrath war spielbestimmend, hatte deutlich mehr Ballbesitz und erhöhte das Tempo. Die Gäste setzten Born früh unter Druck, ließen den Gegner kaum zur Ruhe kommen und erspielten sich ein klares Übergewicht. Doch im letzten Drittel fehlte erneut die nötige Konsequenz und Zielstrebigkeit, sodass zwingende Torchancen Mangelware blieben.

Trainer Marc Trostel fand nach der Partie deutliche Worte und beschrieb die Situation als Mischung aus mehreren Faktoren: „Es ist nicht so, dass wir sagen müssen, wir haben das Spiel verdient verloren. Aber wir sind nach vorne einfach nicht konsequent genug. In der einen Situation fehlt die Konsequenz, in der nächsten die Ruhe, dann wieder der Blick – und manchmal auch das Spielglück. Es kommt momentan einfach vieles zusammen.

Fakt ist: Wir schießen keine Tore. Und dann wird es natürlich schwer, Spiele zu gewinnen. Wir hatten unsere Möglichkeiten, gerade in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, waren dominant, hatten viel Ball und Tempo – aber wir machen einfach zu wenig daraus.

Uns fehlt im Moment dieses eine Erfolgserlebnis. Wir brauchen irgendein Tor, egal wie es fällt – ein Elfmeter, ein Eigentor, ein ‚Dreckstor‘. Das würde uns helfen, wieder Selbstvertrauen zu bekommen.

Es ist frustrierend, weil du Woche für Woche ähnliche Spiele erlebst und am Ende mit leeren Händen dastehst. Das will irgendwann auch keiner mehr hören, dass wir gut gespielt haben. Fakt ist: Wir verlieren die Spiele.“

Auch die personelle Situation bleibt angespannt. Mit Paul-Szymanski fehlt weiterhin ein wichtiger Offensivspieler verletzungsbedingt. Trostel machte keinen Hehl daraus, dass der Angreifer schwer zu ersetzen ist, wollte dies aber nicht als Ausrede gelten lassen: „Natürlich fehlt er uns, keine Frage. Mit seiner Qualität würde er uns gut tun. Aber wir sind auch ohne ihn gut genug, uns Chancen herauszuspielen – und das tun wir ja auch. Wir müssen einfach einen davon machen. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass er zurückkommt und alles löst.“

So bleibt erneut das Gefühl, dass für Mennrath mehr möglich gewesen wäre. Doch ohne eigene Treffer steckt die Mannschaft weiter im Tabellenkeller fest.

Bereits am Donnerstag bietet sich die nächste Chance, die Negativserie zu beenden. Dann empfängt Mennrath den 1. FC Wülfrath zum direkten Duell im Tabellenkeller. Angesichts der aktuellen Lage ist ein Sieg dringend notwendig, denn die verbleibenden Spiele werden weniger – und der Druck wächst weiter.

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