Foto: Heiko van der Velden
Der ASV Süchteln präsentiert sich aktuell als das formstärkste Team der Landesliga. Sechs Siege in Folge, zuletzt ein souveränes 4:0 gegen den TSV Solingen, sowie 50 Punkte aus 26 Spielen – bei einem Spiel weniger als die Konkurrenz – unterstreichen die starke Phase der Mannschaft von Trainer Volker Hansen. Die Gründe für diesen Lauf liegen vor allem in der sportlichen Entwicklung der vergangenen Wochen, die sich sowohl spielerisch als auch mental deutlich bemerkbar macht.
Ein wesentlicher Faktor ist die offensive Durchschlagskraft. Süchteln gelingt es regelmäßig, sich zahlreiche Torchancen zu erarbeiten und dabei variabel zu agieren. Treffer fallen nach Standards, über die Außenbahnen oder durch schnelle Kombinationen durchs Zentrum. Spieler wie Lennart Mehler sorgen vor allem bei ruhenden Bällen für Torgefahr und bringen defensive Stabilität ein, während Akteure wie Finn Theißen, Leonit Popova oder Bora Kat mit Tempo und Kreativität für offensive Impulse sorgen. Auch der junge Leo Rennett setzt mit seiner Dynamik und Torgefahr wichtige Akzente im Angriffsspiel. Im Mittelfeld ist Paul Fröhling ein zentraler Antreiber, der das Spiel lenkt und immer wieder für Struktur im Aufbau sorgt.
Die Basis dafür bildet eine klare Spielidee. Unter Hansen agiert Süchteln im letzten Drittel mit wenigen Kontakten, sucht gezielt den Weg über die Flügel und setzt auf dynamische Läufe in den Strafraum. „Wir wollten im letzten Drittel mit wenig Kontakten agieren, und das ist gerade in der Anfangsphase sehr gut aufgegangen“, erklärte der Trainer nach dem überzeugenden Auftritt gegen Kosova vor zwei Wochen. Diese Struktur sorgt für ein flüssiges Offensivspiel und macht die Mannschaft schwer ausrechenbar.
Gleichzeitig überzeugt das Team auch gegen den Ball. Das Zentrum wird konsequent verdichtet, Räume werden eng gehalten und der Gegner so immer wieder unter Druck gesetzt. „Wir wollten das Zentrum eng halten, weil wir wussten, dass Solingen viel darüber kommt. Das haben die Jungs sehr gut umgesetzt“, betonte Hansen nach dem 4:0-Erfolg gegen Solingen. Trotz der klaren Überlegenheit zeigte sich dabei auch, wie wichtig diese Disziplin ist.
Hinzu kommt eine ausgeprägte mannschaftliche Geschlossenheit. Nicht nur die Startelf liefert konstant ab, auch Einwechselspieler fügen sich nahtlos ein und bringen sofort Qualität ins Spiel. „Auch die Spieler, die reingekommen sind, haben ihre Leistung gebracht“, lobte Hansen. Die hohe Laufbereitschaft und das gemeinsame Arbeiten in allen Phasen des Spiels sind deutlich erkennbar und tragen maßgeblich zur Stabilität bei.
Auch mental wirkt die Mannschaft gefestigt. Schwächere Phasen innerhalb eines Spiels werden besser überstanden, und auf Drucksituationen findet das Team zunehmend die richtige Antwort. Insgesamt zeigt sich eine klare Entwicklung hin zu mehr Reife und Kontrolle im Spiel.
Abgerundet wird die Entwicklung durch das aktuell große Selbstvertrauen innerhalb der Mannschaft. Die Siegesserie sorgt für Sicherheit in den Abläufen, viele Aktionen wirken eingespielt und selbstverständlich. Gleichzeitig mahnt der Trainer zur Bodenständigkeit: „Diese Euphorie müssen wir mitnehmen, aber wir tun gut daran, auf dem Boden zu bleiben und uns auf unsere eigenen Spiele zu konzentrieren. Jeder Sieg ist harte Arbeit in dieser Liga und darf nicht selbstverständlich werden.“
Am kommenden Spieltag wartet mit dem Auswärtsspiel beim SSV Bergisch Born die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Das Hinspiel konnte Süchteln mit 4:2 für sich entscheiden – nun gilt es, die starke Form auch auswärts zu bestätigen.
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