Foto: Andreas Reimer
Der Start in die neue Saison der 2. Frauen-Bundesliga ist Borussia Mönchengladbach misslungen. Gegen den ambitionierten FC Carl Zeiss Jena setzte es trotz einer engagierten Leistung eine 1:2 (0:1)-Heimniederlage. Besonders ärgerlich aus Sicht der Gastgeberinnen: Selbst nach einer Gelb-Roten Karte hielt der VfL die Partie lange offen und musste sich erst durch einen späten Konter geschlagen geben.
Die Anfangsphase gehörte zunächst den Gästen aus Thüringen, die den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen ließen und Borussia kaum Zugriff gewährten. Zwar verteidigten die Gladbacherinnen das Spiel weitgehend ordentlich, doch eine Ecke brachte Jena dennoch früh in Führung. Nachdem der Ball im Strafraum nicht konsequent geklärt werden konnte, reagierte Elira Terakaj am schnellsten und traf zum 1:0.
Mit zunehmender Spielzeit legte Borussia die Nervosität ab. Die Mannschaft agierte mutiger, gewann mehr Zweikämpfe im Mittelfeld und schaffte es nun häufiger, über die Außen gefährlich vor das gegnerische Tor zu kommen. Lili Jones-Baidoe vergab die erste aussichtsreiche Möglichkeit, wenig später verhinderte Jenas Torhüterin Silia Plöchinger den Ausgleich gegen Sofia Cava Marin. Kurz vor dem Seitenwechsel fehlte schließlich nur das nötige Glück, als Imke Kessels mit einem Kopfball nur die Latte traf.
Nach der Pause war Borussia die aktivere Mannschaft. Die Gastgeberinnen drängten auf den Ausgleich und schnürten Jena phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Ein Distanzschuss von Mia Giesen sowie ein weiterer Abschluss von Jones-Baidoe sorgten für Gefahr, ehe das Spiel eine Wendung nahm. Paula Klensmann musste nach einer guten Stunde mit Gelb-Rot vom Platz, wodurch Borussia die verbleibende Spielzeit in Unterzahl bestreiten musste.
Wer nun einen Bruch im Gladbacher Spiel erwartet hatte, sah das Gegenteil. Die Gastgeberinnen blieben mutig und wurden nur drei Minuten später belohnt. Nach einer Hereingabe von Imke Kessels stand Jones-Baidoe goldrichtig und schob zum verdienten 1:1 ein.
Die Freude währte allerdings nicht lange. Borussia verlor nach einem eigenen Vorstoß die Ordnung, Jena schaltete blitzschnell um und spielte den entscheidenden Angriff konsequent zu Ende. Anna Omlala blieb vor Torhüterin Luisa Palmen ruhig und erzielte gut zehn Minuten vor Schluss den Siegtreffer.
In der Schlussphase mobilisierte der VfL noch einmal alle Kräfte. Maud Thomassen versuchte es mit einem Distanzschuss, in der Nachspielzeit bot ein indirekter Freistoß im Strafraum die letzte Gelegenheit auf den Ausgleich. Doch Jena verteidigte den Vorsprung mit vereinten Kräften über die Zeit.
Unter dem Strich blieb für Borussia zwar ein enttäuschender Saisonauftakt, die Leistung dürfte aber Hoffnung machen. Gegen einen der Topfavoriten der Liga präsentierten sich die Gladbacherinnen nach schwierigem Beginn spielerisch verbessert, steckten den Platzverweis gut weg und waren dem Punktgewinn über weite Strecken näher, als es das Endergebnis vermuten lässt.
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