Zwei Platzverweise erschweren Amern die Aufholjagd

Foto: Heiko van der Velden

Die VSF Amern haben sich dem VfB Speldorf am neunten Spieltag der Landesliga mit 0:2 geschlagen geben müssen. Zwei Rote Karten erschwerten den Gastgebern die Aufgabe gegen den Spitzenreiter erheblich. Nach dem zweiten Platzverweis musste die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg und Dennis Homann die Schlussphase mit nur noch neun Spielern bestreiten. Trotz der schwierigen Umstände gelang es Amern, weitere Gegentreffer zu verhindern.

Dabei erwischten die Gastgeber keinen guten Start. „Wir sind erst einmal nicht gut ins Spiel gekommen. Das war zu verhalten, und auch das Zweikampfverhalten war nicht gut“, räumte Kehrberg ein. Speldorf nutzte die anfänglichen Schwierigkeiten und ging in der 13. Minute durch Maximilian Fritzsche in Führung. In der 25. Minute folgte der nächste Rückschlag für Amern: Omar Boudoudou sah nach einem groben Foulspiel im Mittelfeld die Rote Karte. Die Gäste nutzten ihre Überzahl und bauten den Vorsprung durch einen weiteren Treffer von Fritzsche in der 32. Minute auf 2:0 aus.

Auch nach dem Seitenwechsel gab sich Amern nicht auf. Die Gastgeber suchten trotz Unterzahl ihre Möglichkeiten, während Speldorf versuchte, die Partie endgültig zu entscheiden. Ein Kopfballtreffer der Gäste in der 49. Minute zählte wegen einer Abseitsstellung nicht. Auf der anderen Seite hatte Amern eine gute Gelegenheit, den Rückstand zu verkürzen: Niklas Thobrock traf um die 60. Minute den Pfosten.

Kurz darauf wurde die Aufgabe für die VSF allerdings noch schwieriger. In der 65. Minute sah auch Kaito Kajitani nach einem Foulspiel am Mittelkreis die Rote Karte. Amern musste die verbleibende Spielzeit damit in doppelter Unterzahl überstehen.

Kehrberg konnte die Entscheidung gegen die Roten Karten nicht nachvollziehen, wollte die Niederlage aber nicht allein am Schiedsrichter festmachen. „Wir verlieren das Spiel nicht wegen des Schiedsrichters“, betonte der Trainer. Zugleich sei es nach den Platzverweisen kaum noch möglich gewesen, noch einmal in die Partie zurückzufinden. Für seine Mannschaft ging es in der Schlussphase vor allem darum, gemeinsam zu verteidigen und weitere Gegentore zu verhindern.

Das gelang den Amernern. Obwohl Speldorf über weite Strecken mit zwei Spielern mehr auf dem Platz stand, blieb es beim 0:2. Kehrberg hob deshalb auch den Zusammenhalt seiner Mannschaft hervor. „Wenn man das Gute aus diesem Spiel herausziehen will, dann, dass wir als Kollektiv funktioniert haben“, sagte er. Gerade gegen den Spitzenreiter hätte das Ergebnis in der zweiten Halbzeit durchaus deutlicher ausfallen können.

Die beiden Platzverweise werden die Amerner noch beschäftigen. Viel Zeit zum Aufarbeiten bleibt allerdings nicht: Am kommenden Spieltag steht für die VSF das Auswärtsspiel beim SC Union Nettetal an.

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