Die VSF Amern haben beim FC Kosova Düsseldorf eine ebenso späte wie unglückliche 1:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen müssen. In einer intensiven Landesliga-Partie bewiesen die Gäste große Moral, standen am Ende aber trotz leidenschaftlicher Schlussphase ohne Punkte da.
Der Auftakt misslang gründlich. Bereits in der 4. Minute traf Astrit Hyseni zur frühen Führung für die Düsseldorfer, nachdem Amern in der Anfangsphase keinen Zugriff bekam und defensiv nicht sortiert wirkte. „Wir kommen ganz schlecht rein, hatten keine richtige Ordnung und keinen Zugriff. Das haben wir in den ersten zehn Minuten einfach verpennt“, ärgerte sich Trainer Willi Kehrberg über den frühen Rückstand.
In der Folge stabilisierten sich die Gäste zusehends. Die Partie entwickelte sich zu einem umkämpften Spiel auf Augenhöhe, spielerische Höhepunkte blieben auf beiden Seiten zunächst rar. Kurz vor der Pause hätte Kosova erhöhen können, doch Amerns Schlussmann Eliyas El Edghiri parierte einen Foulelfmeter stark und hielt seine Mannschaft im Spiel.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die VSF zunehmend die Initiative. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel eigentlich auf ein Tor gespielt“, sagte Kehrberg. Seine Mannschaft erhöhte den Druck, kam aber im letzten Drittel nicht konsequent genug zum Abschluss. Die größte Chance bot sich in der 71. Minute: Nach einer Ecke fiel der Ball am langen Pfosten Lamin Fuchs vor die Füße, doch aus kürzester Distanz brachte er den Ball nicht im Tor unter. „Das war eine tausendprozentige“, so Kehrberg.
Mit den Einwechslungen von Toya Okada (63.), Omar Boudoudou (74.) und Adam El Edghiri (81.) verstärkte Amern die Offensive weiter. Doch mitten in die Drangphase hinein fiel das 2:0: Egzon-Baijram Zendeli schloss in der 89. Minute einen Konter zum 13. Saisontor ab.
Amern gab sich nicht geschlagen. In der Nachspielzeit zeigte der Schiedsrichter nach einem klaren Handspiel im Strafraum auf den Punkt. Selman Sevinc verwandelte den fälligen Foulelfmeter sicher zum 1:2 (90.+3) und erzielte damit sein achtes Saisontor. Anschließend warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.
„Das ist eine sehr unglückliche Niederlage“, bilanzierte Kehrberg. „Die Mannschaft hat 45 Minuten mit viel Leidenschaft und Wille gespielt. Wir haben enormen Druck gemacht und sehr viel Herz gezeigt. So ein Spiel darfst du eigentlich nicht verlieren.“
Mit 30 Punkten rangieren die VSF Amern in der Landesliga auf Tabellenplatz sieben. Bereits am Mittwoch steht im Kreispokal die Aufgabe beim SSV Strümp an, ehe am kommenden Sonntag im Röser-Stadion das Lokalderby gegen den ASV Süchteln wartet.
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