Archivfoto: Heiko van der Velden
Die VSF Amern haben im Kampf um den Klassenerhalt in der Landesliga einen enorm wichtigen Sieg eingefahren. Im Derby gegen den SC Union Nettetal setzte sich die Mannschaft von Trainer Dennis Homann und Willi Kehrberg mit 3:2 (3:1) durch und verschaffte sich damit etwas Luft im Tabellenkeller. Durch die verschärfte Abstiegsregelung – infolge des Abstiegs von Fortuna Düsseldorf aus der 2. Bundesliga entfällt der Relegationsplatz – wiegen die drei Punkte umso schwerer. Amern liegt nun zwei Zähler vor dem ersten direkten Abstiegsplatz, den aktuell der 1. FC Wülfrath belegt.
Die Gastgeber erwischten einen Traumstart. Bereits mit der ersten gefährlichen Aktion traf Selman Sevinc in der 1. Minute zur frühen Führung. Der Offensivspieler setzte sich stark gegen mehrere Gegenspieler durch und schob den Ball über den Innenpfosten ins Netz. Amern blieb zunächst das deutlich aktivere Team und legte in der 19. Minute nach. Nachdem Luca Dorsch im Strafraum zu Fall gebracht worden war, verwandelte Sevinc den fälligen Elfmeter souverän zum 2:0.
Nach der starken Anfangsphase verloren die Hausherren allerdings etwas den Zugriff auf die Partie. Nettetal kam besser ins Spiel und verkürzte durch Tomi Alexandrov in der 38. Minute auf 2:1. Amern antwortete jedoch schnell: Nur vier Minuten später stellte Hiromasa Sato den alten Abstand wieder her. Nach einem schnellen Angriff überwand er den Nettetaler Schlussmann mit einem sehenswerten Heber zum 3:1.
Kurz vor der Pause hatten die Gastgeber allerdings Glück, nicht noch ein weiteres Gegentor zu kassieren. Erst rettete Keeper El Edghiri stark, anschließend klärte die Defensive auf der Linie, ehe auch noch der Pfosten für Amern rettete.
Der zweite Durchgang begann aus Sicht der VSF denkbar ungünstig. Nach einem schnellen Angriff über die Außenbahn traf Branimir Galic bereits in der 52. Minute zum 3:2-Anschluss. Nettetal drängte danach auf den Ausgleich, während Amern auf Konter lauerte. Die große Chance zur Vorentscheidung vergab Kouki Ozawa, dessen Volley nur an den Pfosten landete.
In der Schlussphase blieb die Partie offen. Nettetal kam noch einmal gefährlich vor das Tor, ehe sich die Gäste in der 88. Minute selbst schwächten: Kapitän Pascal Schellhammer sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. In Überzahl brachte Amern den knappen Vorsprung schließlich über die Zeit.
„Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen und haben Nettetal direkt unter Druck gesetzt“, sagte Trainer Dennis Homann nach der Partie. Mit der Chancenverwertung und der Anfangsphase zeigte er sich zufrieden, kritisierte aber die beiden Gegentore: „Da haben wir die Räume nicht konsequent genug verteidigt.“ Am Ende überwog jedoch die Erleichterung: „Das Wichtigste sind die drei Punkte. Wir haben es weiter selbst in der Hand.“
„Wir haben die erste Halbzeit verschlafen“, sagte Nettetals Co-Trainer Dominik Pasculli nach der Partie. Vor allem die frühen Gegentore hätten seiner Mannschaft Probleme bereitet. Nach dem Seitenwechsel habe Union Nettetal jedoch deutlich besser ins Spiel gefunden: „In der zweiten Halbzeit waren wir klar verbessert und mit etwas Glück machen wir noch den Ausgleich.“ Insgesamt sei die Niederlage zwar akzeptabel, ein Punktgewinn wäre aus seiner Sicht aber möglich gewesen.
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