vl. Trainer Marco Hammann und Trainer Sebastian Thissen. Foto: Heiko van der Velden
Mit 21 Punkten, 57:94 Toren und Platz 15 hat der SC Rhenania Hinsbeck den Klassenerhalt in der Kreisliga A geschafft. Die Entscheidung fiel erst am letzten Spieltag, als ein 0:0 gegen den direkten Konkurrenten VfR Fischeln II zum Ligaverbleib reichte. Ausschlaggebend war ein starker Schlussspurt mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen. Besonders die beiden 4:1-Erfolge gegen SC Viktoria Anrath und den SC Niederkrüchten legten den Grundstein für die Rettung. Trainer Sebastian Thissen, der gemeinsam mit Marco Hammann erst wenige Tage vor dem Rückrundenstart die sportliche Verantwortung übernommen hatte, erlebte die Entscheidung sogar aus der Ferne. „Das Spiel habe ich per Stream auf dem Handy geguckt auf Mauritius, das war schon crazy und nichts für meine Nerven.“
Das war gut Die größte Stärke der Hinsbecker war in den letzten Wochen der Saison der Zusammenhalt. Nach dem Trainerwechsel gelang es, neues Vertrauen innerhalb der Mannschaft aufzubauen. Die Trainingsbeteiligung stieg deutlich an, die Mannschaft entwickelte mehr Widerstandsfähigkeit und ließ sich von Rückschlägen nicht mehr so schnell aus der Bahn werfen.
„Herausragend war, dass die Truppe sich in einer voll verzwickten Situation gemeinsam dagegen gestemmt hat und gemeinsam daran gearbeitet hat, dass man am letzten Spieltag die Möglichkeit hat, aus eigener Hand das Ding zu drehen“, sagte Thissen.
Das war nicht gut Die Defensive blieb die größte Baustelle. 94 Gegentore bedeuteten einen deutlich zu schwachen Wert in der Liga. Zudem fehlte es über weite Strecken der Saison an Konstanz. Immer wieder fehlte die Durchschlagskraft in entscheidenden Situationen. Zwar stabilisierte sich die Mannschaft im Saisonendspurt, insgesamt blieb die Defensive aber die größte Baustelle Wichtige Ausfälle erschwerten die Situation zusätzlich. „Wir haben zu viele Gegentore gekriegt“, bilanzierte daher auch Thissen.
Spieler der Saison Einen einzelnen Spieler wollte der Trainer nicht hervorheben. Der Klassenerhalt sei vor allem das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewesen. Entscheidend war aus Sicht des Trainerduos aber vor allem die Entwicklung des gesamten Teams. „Da würde ich jetzt Unrecht jemandem tun, wenn man sagt, der war jetzt irgendwo entscheidend dafür“, betonte Thissen.
So geht es weiter Der Kader bleibt nahezu komplett zusammen. Mit Lukas Hanssen vom SSV Grefrath kehrt ein wichtiger Offensivspieler nach Hinsbeck zurück. Zudem werden mehrere Talente aus der eigenen A-Jugend in den Seniorenbereich integriert. Auch Tom Heydhausen und Oliver Schenk wollen nach längeren Verletzungspause wieder angreifen.
Trainingsauftakt ist bereits am 30. Juni. In der Vorbereitung soll vor allem an der defensiven Stabilität gearbeitet werden. Gleichzeitig wollen die Verantwortlichen die Nachwuchsspieler an den Seniorenfußball heranführen. Nach einer nervenaufreibenden Saison lautet das Ziel, künftig deutlich früher für klare Verhältnisse im Abstiegskampf zu sorgen.
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