SC Rhenania Hinsbeck trennt sich von Trainer Steinhauer

Foto: Heiko van der Velden

Der SC Rhenania Hinsbeck hat sich am Freitagabend von Trainer Sebastian Steinhauer getrennt. Der 50-Jährige hatte den Fußball-A-Ligisten erst im Sommer übernommen.

Nach 16 absolvierten Spielen überwintert Hinsbeck mit zehn Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz. Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt lediglich einen Zähler. Die sportlich schwierige Lage wurde in der Hinrunde durch eine dauerhaft angespannte Personalsituation zusätzlich erschwert. Über Wochen hinweg stand dem Trainerteam nur ein kleiner Kader zur Verfügung, was sich sowohl im Trainingsbetrieb als auch in den Spielen bemerkbar machte.

Sebastian Steinhauer zeigte sich vor allem vom Zeitpunkt der Trennung überrascht. Nach eigenen Angaben sei er erst nach einem Testspiel über die Entscheidung informiert worden. „Ich wusste davon nichts. Nach dem Spiel kam man auf mich zu und sagte mir, dass der Vorstand sich am Morgen zusammengesetzt und mich freigestellt hat“, erklärte Steinhauer. Besonders kritisch bewertete er den Zeitpunkt kurz vor dem Rückrundenstart. Aus seiner Sicht seien die sportlichen Probleme vor allem personell bedingt gewesen. „Wir haben in den letzten Wochen teilweise nur mit sechs bis acht Mann trainiert. So kannst du in der Kreisliga keine Klasse halten“, sagte der 50-Jährige. Zudem verwies Steinhauer auf mehrere knappe Niederlagen: „Wir haben oft bis zum letzten Drittel gut mitgehalten. Das war keine Mannschaft, die spielerisch auseinandergefallen ist.“

Sportlicher Leiter Frank Fretz stellte klar, dass die Entscheidung nicht über Nacht gefallen sei. Man habe die Situation über einen längeren Zeitraum bewertet und dabei auch die schwierigen Rahmenbedingungen berücksichtigt. „Uns war bewusst, dass die Personallage schwierig ist und dass er dafür nichts kann“, sagte Fretz. Dennoch habe die Mannschaft in der aktuellen Lage etwas vermissen lassen. „Fußball ist ein Ergebnissport, und wir brauchen jetzt mehr Führung, mehr Präsenz und klarere Anweisungen auf dem Platz“, erklärte der sportliche Leiter. Steinhauer sei kein Trainer gewesen, der an der Seitenlinie besonders laut oder emotional auftrete, „aber gerade in dieser Situation war es insgesamt zu ruhig“. Der Verein habe daher das Gefühl gehabt, einen Impuls setzen zu müssen, um die Mannschaft vor dem Rückrundenstart neu auszurichten.

Das für Sonntag angesetzte Testspiel wird interimsmäßig vom Co-Trainer Cam-Ming-Phat-Trinh betreut. Eine endgültige Entscheidung über die Trainerfrage ist noch nicht gefallen. „Wir werden uns Anfang der kommenden Woche zusammensetzen und die Situation in Ruhe besprechen“, kündigte Fretz an. Ziel sei es, möglichst zeitnah eine Lösung zu finden. Nach aktuellem Stand erscheint eine interne Lösung am wahrscheinlichsten. Das erste Rückrundenspiel steht derweil am 1. Februar beim SC Schiefbahn an.

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