Niklas Thobrock: Vom Einwechselspieler zum Leistungsträger

Foto: Heiko van der Velden

Vor dem Derby gegen den SC Union Nettetal blickt der Offensivspieler der VSF Amern auf seine Wurzeln zurück. Unter Trainer Willi Kehrberg hat der 26-Jährige einen wichtigen Entwicklungsschritt gemacht.

Wenn die VSF Amern am kommenden Spieltag beim SC Union Nettetal antreten, ist es für Niklas Thobrock eine besondere Rückkehr. Der 26-jährige Offensivspieler verbrachte einen großen Teil seiner Jugend beim SC Union und schaffte dort auch den Sprung in den Seniorenbereich. Inzwischen ist er bei den Amernern zu einem Leistungsträger gereift. Einen entscheidenden Anteil daran hat Trainer Willi Kehrberg, der ihm dabei half, sein Potenzial besser auszuschöpfen und neues Selbstvertrauen zu gewinnen.

„Willi hat mir hier mein Selbstvertrauen wiedergegeben“, sagt Thobrock mit Blick auf seine Entwicklung in Amern. Seit der Saison 2023/24 trägt er das Trikot der VSF. In dieser Zeit hat er sich einen Stammplatz erkämpft und seinen Wert für die Mannschaft unter Beweis gestellt. In 92 Landesligaspielen kommt er bislang auf 17 Tore und 22 Vorlagen.

Dass es für Thobrock nicht immer so selbstverständlich lief, zeigt ein Blick auf seine Anfänge im Seniorenfußball. Seine ersten fußballerischen Schritte machte er beim SC Rhenania Hinsbeck. Ab der C-Jugend spielte er für den SC Union Nettetal, wo er in der Niederrheinliga wichtige Erfahrungen sammelte. Nach seiner Zeit in der A-Jugend gelang ihm der Sprung in die erste Mannschaft, die damals in der Oberliga Niederrhein spielte.

In der Saison 2018/19 bestritt Thobrock seine erste Spielzeit im Seniorenbereich. Dabei kam er auf 20 Einsätze in der Oberliga, wurde allerdings häufig erst spät eingewechselt und erhielt nur wenige Minuten Spielzeit. Der Durchbruch zu einer festen Größe blieb zunächst aus. Nach einem weiteren Jahr in der Landesliga beim 1. FC Viersen führte ihn sein Weg schließlich nach Amern.

Dort sollte sich seine Rolle verändern. Bereits während der Saisonvorbereitung suchte Kehrberg das Gespräch mit dem Offensivspieler. Der Trainer machte ihm offenbar deutlich, worauf es ankommt und was er von ihm erwartet. Thobrock nahm sich die Hinweise zu Herzen und setzte sie auf dem Platz um. Seine Leistungen verbesserten sich, Schritt für Schritt erarbeitete er sich einen festen Platz in der Mannschaft. „Er hat sich vom Einwechselspieler zum Leistungsträger entwickelt. Wir haben damals in der Vorbereitung miteinander gesprochen“, erinnert sich Kehrberg an die Anfänge der Zusammenarbeit.

Für Thobrock war dieser Austausch offenbar ein wichtiger Impuls. Statt sich mit einer Nebenrolle zufriedengeben zu müssen, bekam er in Amern die Möglichkeit, regelmäßig zu spielen und Verantwortung zu übernehmen. Seine Bilanz von 17 Toren und 22 Vorlagen in 92 Landesligaspielen unterstreicht, wie wertvoll er inzwischen für die Mannschaft ist.

Auch wenn Thobrock in Amern längst eine feste Größe ist, verbindet ihn mit seinem früheren Verein noch immer viel. „Ich habe gute Erinnerungen an Nettetal, weil ich den Großteil meiner Jugend dort gespielt habe. Nettetal habe ich viel zu verdanken. Ich freue mich sehr auf das Spiel gegen Nettetal“, sagt der 26-Jährige vor dem Wiedersehen.

Sportlich verspricht das Derby eine enge Angelegenheit zu werden. Nach neun Spieltagen steht der SC Union Nettetal bei elf Punkten, die VSF Amern haben neun Zähler gesammelt. Beide Mannschaften wollen im direkten Duell nachlegen und sich in der Tabelle weiter verbessern.

Für Thobrock ist die Partie dabei mehr als ein gewöhnliches Ligaspiel. Er kehrt an den Ort zurück, an dem seine fußballerische Entwicklung entscheidend geprägt wurde. Diesmal allerdings mit einer anderen Rolle als früher: Nicht mehr als Nachwuchsspieler, der auf seine Chance wartet, sondern als Leistungsträger, der bei den VSF Amern seinen Platz gefunden hat.

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