Nach der Ergebnisdelle: Brüggen schöpft neuen Mut

Der deutliche 6:2-Erfolg beim SC Union Nettetal II soll für TuRa Brüggen zum Befreiungsschlag werden. Nach vier Punkten aus den ersten vier Bezirksliga-Partien und dem Pokalaus in der zweiten Runde beim A-Ligisten SSV Strümp war der Saisonstart hinter den Erwartungen zurückgeblieben. In Strümp hatte Brüggen zunächst geführt, unterlag aber noch mit 1:2. Zudem sah Philipp Cox die Rote Karte.

„Wir haben eine Reaktion auf die Ergebnissdelle gezeigt, die wir auch selbst von der Mannschaft eingefordert haben“, sagt Trainer Markus Müller. Die Mannschaft habe sich gemeinsam vorgenommen, die Situation zu verändern. „Wir sitzen alle in einem Boot. Die Mannschaft hat gut damit angefangen, das Ruder wieder herumzureißen.“

Für Müller kam der überzeugende Auftritt in Nettetal deshalb zur richtigen Zeit. Nach den jüngsten Rückschlägen sei es wichtig gewesen, wieder mehr Sicherheit und Selbstvertrauen zu entwickeln. „Wenn du ein oder zwei Spiele nicht gewinnst, fängt irgendwann auch der Kopf an zu arbeiten und fragt: Was ist los?“, erklärt der Trainer. Die Ergebnisse hätten bei einigen Spielern möglicherweise Spuren hinterlassen, obwohl die Leistungen nicht immer so schlecht gewesen seien, wie es die Punkteausbeute vermuten ließ.

Brüggen war mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Saison gestartet. Am ersten Spieltag unterlag Brüggen mit 0:4 in Kempen. Nach einem deutlichen 6:0 gegen Aldekerk folgte ein 1:1 beim starken VfR Fischeln. Anschließend verlor die Mannschaft gegen Odenkirchen mit 2:4. Auch Odenkirchen habe den Anspruch, im oberen Tabellenbereich mitzuspielen, betont Müller. Hinzu kam die Enttäuschung im Pokal, als TuRa trotz eigener Führung beim A-Ligisten SSV Strümp ausschied.

„Wir hatten in mehreren Spielen das Gefühl, mehr verdient zu haben, als die Ergebnisse ausgesagt haben“, sagt Müller. Eine einfache Erklärung für die Ergebniskrise gebe es deshalb nicht. Vielmehr gehe es um mehrere Bereiche, an denen die Mannschaft arbeiten müsse. Besonders die Kompaktheit und die Eigenmotivation nennt der Trainer als wichtige Themen.

Nach den vergangenen Partien habe sich das Team zusammengesetzt und gemeinsam über die Situation gesprochen. Dabei sei es nicht darum gegangen, einzelne Spieler oder Mannschaftsteile verantwortlich zu machen. Vielmehr sollte jeder seinen Beitrag leisten, um wieder in die gewünschte Richtung zu kommen. „Wir sitzen alle in einem Boot“, lautet Müllers zentrale Botschaft.

Der Sieg in Nettetal sei in dieser Hinsicht ein wichtiger Anfang gewesen. Die Mannschaft habe sich nicht von Rückschlägen verunsichern lassen und den Fokus auf die eigene Leistung gerichtet. Dass am Ende sechs Treffer erzielt wurden, war dabei ein sichtbares Zeichen für die wiedergewonnene offensive Durchschlagskraft. Müller war vor allem zufrieden damit, dass sein Team über weite Strecken konzentriert blieb und sich auch von den Gegentoren nicht aus dem Konzept bringen ließ.

In den vergangenen beiden Spielzeiten hatte TuRa Brüggen jeweils im oberen Bereich der Tabelle mitgespielt. 2024/25 wurde die Mannschaft Dritter, in der vergangenen Saison folgte Rang vier mit 64 Punkten. An diese Konstanz möchte der Verein auch in dieser Spielzeit wieder anknüpfen. Dafür soll der Erfolg in Nettetal nicht nur ein kurzfristiges Zwischenhoch bleiben.

Die nächste Gelegenheit, den Aufwärtstrend zu bestätigen, bietet sich bereits am Sonntag. Dann empfängt TuRa Brüggen den ATS Krefeld zum Bezirksliga-Heimspiel auf dem Vennberg in Brüggen. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Nach dem jüngsten Erfolg will TuRa vor heimischem Publikum nachlegen und sich Schritt für Schritt wieder in der Tabelle nach vorne arbeiten.

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