Kaldenkirchen gewinnt Derby gegen Schaag durch Eigentor

Grafik: KI

Der TSV Kaldenkirchen hat das Derby in der Kreisliga A gegen den SuS Schaag knapp mit 1:0 für sich entschieden. Ein Eigentor von Luca Weidenfeld kurz nach der Pause besiegelte die Niederlage der Gäste, die sich angesichts ihrer Chancen und zweier strittiger Szenen um den Lohn ihrer Arbeit gebracht sahen. Während Kaldenkirchen den dritten Pflichtspielsieg in Folge feierte, bleibt Schaag mit sieben Punkten auf dem 16. Tabellenplatz.

Die Begegnung begann ausgeglichen, wobei Kaldenkirchen zunächst mehr Ballbesitz hatte. Mit zunehmender Spielzeit fand Schaag jedoch besser in die Partie und kam zu den klareren Möglichkeiten. Tom Weidenfeld verpasste eine Hereingabe von Timo Winkels nur knapp, wenig später traf er mit einem Kopfball die Latte. Auch Fynn Steuten hatte Pech, als sein direkter Freistoß am Querbalken landete. Weitere Abschlüsse der Gäste verfehlten nur knapp das Ziel.

„Die dickeren Chancen waren schon auf unserer Seite“, sagte Schaags Trainer Artur Grzesiak nach der Partie. Seine Mannschaft habe das Derby angenommen und sich genügend Möglichkeiten erarbeitet. Umso schwerer fiel es ihm, das Ergebnis zu akzeptieren. Besonders eine Szene vor der Pause sorgte für Unmut: Finn Stolten sei auf dem Weg zum Tor zu Fall gebracht worden, der Pfiff blieb jedoch aus. Grzesiak hätte hier eine Rote Karte erwartet.

Kaldenkirchens Trainer Andreas Schwan sah dagegen seine Mannschaft im ersten Durchgang spielbestimmend. „Wir waren die dominantere Mannschaft und hatten vor allen Dingen in den ersten 25 Minuten deutlich mehr Ballbesitz“, erklärte er. Zugleich räumte er ein, dass Schaag kurz vor der Pause eine gute Gelegenheit hatte. Für die zweite Hälfte gab Schwan seiner Mannschaft eine klare Vorgabe: „Wir wollten hinten stabil stehen und endlich mal zu null spielen.“

Nach dem Seitenwechsel fiel die Entscheidung: In der 50. Minute brachte Joel Wegener den Ball von der Außenbahn scharf in den Strafraum. Die Hereingabe landete im eigenen Netz, als Eigentorschütze wurde Luca Weidenfeld geführt. Kaldenkirchen ging damit in Führung, obwohl Schaag zuvor gute Möglichkeiten gehabt hatte.

Die Gäste steckten nicht auf und suchten weiter den Ausgleich. Yannik Beskes verfehlte das Tor, auch ein Kopfball von Celly Offermanns ging knapp vorbei. Auf der anderen Seite hätte Kaldenkirchen die Führung ausbauen können. Eine große Chance von Jendrik Schwanitz blieb ungenutzt, sodass Schaag bis in die Schlussphase hoffen durfte. Schwan ärgerte sich über die verpasste Gelegenheit, mit dem zweiten Treffer für eine Vorentscheidung zu sorgen.

Dort wurde es noch einmal turbulent. Ein Kopfball der Gäste wurde auf der Linie geklärt, zudem sorgte eine weitere Szene für Diskussionen: Kaldenkirchens Torhüter nahm den Ball außerhalb des Strafraums in die Hand. Den anschließenden Freistoß von Piet Janissen setzte Schaag knapp über das Tor. Der Ausgleich blieb aus.

„Wir lassen einfach zu viele Chancen liegen. Den Jungs kann ich aber absolut keinen Vorwurf machen“, sagte Grzesiak. Kaldenkirchen freute sich dagegen über den dritten Pflichtspielsieg in Serie. Mit zwölf Punkten steht der TSV nun auf Rang neun, Schaag bleibt mit sieben Zählern auf dem 16. Platz.

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