vl. Mark Frank, Andreas Schwan, Klaus Geritz und Michael Bieck. Foto: TSV Kaldenkirchen
Der TSV Kaldenkirchen hat seinen neuen Trainer für die kommende Saison gefunden: Ab Sommer übernimmt Andreas Schwan das Kommando beim A-Ligisten und tritt damit die Nachfolge von Fabian Wiegers an, der den Verein in Richtung VfR Fischeln verlässt. Für Schwan ist es eine Rückkehr an eine ganz besondere Wirkungsstätte – denn beim TSV schließt sich für ihn ein Kreis.
Der 40-Jährige ist ein echtes Kaldenkirchener Eigengewächs und hat bis heute sein Elternhaus in der Grenzstadt. Schwan durchlief als Spieler alle Jugendmannschaften des TSV und schaffte es bis in die erste Mannschaft in der Bezirksliga, ehe er zum Studium nach Münster ging und seinen Weg fortsetzte. Schon früh schlug er auch die Trainerlaufbahn ein: Bereits als B-Jugendlicher sammelte er seine ersten Erfahrungen an der Seitenlinie und war anschließend mehrere Jahre im Jugendbereich des Vereins aktiv. Unter anderem trainierte er in der C-Jugend einen gewissen Fabian Wiegers – seinen jetzigen Vorgänger.
„Irgendwie schließt sich gerade ein Kreis“, sagt Schwan selbst. „Der TSV ist mein Heimatverein, hier habe ich vor rund 25 Jahren als Trainer angefangen, es geht also zurück zu den Wurzeln und die Wege sind kurz. In meiner aktuellen Lebensphase – als Lehrer, Ehemann, Familienvater von zwei sportbegeisterten Kindern und meiner Ausbildertätigkeit für die Fussballschule Grenzland – passt diese Aufgabe einfach gut in mein Gesamtpaket.“
Zuletzt war Schwan bis zum vergangenen Winter über acht Jahre Trainer des damaligen Oberligisten SC Union Nettetal. Seit dem legte der Inhaber der DFB A-Lizenz bewusst eine Pause vom Seniorenfußball ein und widmete sich neuen Projekten. Nach fast 25 Jahren nahezu durchgehender Trainertätigkeit konnte er „den Akku aufladen“ und mehr Zeit für Familie und Beruf haben. Angebote gab es, doch keines fühlte sich für ihn richtig an – bis sich die Tür beim TSV Kaldenkirchen öffnete.
„Die Gespräche mit den TSV-Verantwortlichen waren von viel Wertschätzung geprägt“, erklärt Schwan. „Man hat mir das Gefühl gegeben, dass man mich wirklich will – und dass ich hier in einem ambitionierten, aber vertrauensvollen Umfeld inhaltlich etwas entwickeln kann. Ich habe richtig Lust auf diese Aufgabe mit diesem Trainerteam und freue mich auf eine junge, wissbegierige Mannschaft mit einigen erfahrenen Führungsspielern, die sich sehr mit dem Verein identifizieren.“
Unterstützt wird Schwan künftig von seinem „besten Kumpel“ und Trauzeugen Mark Franz (41), der als Co-Trainer einsteigt und schon einige Spieler des aktuellen Kaders selbst trainiert hat. Auch Franz ist ein echtes TSV-Urgestein und war auch bereits als Trainer für die zweite Mannschaft des Vereins verantwortlich. Die beiden Freunde kennen sich seit Jugendtagen, haben zusammen gespielt und auch schon gemeinsam Nachwuchsmannschaften trainiert.
Komplettiert wird das Trainerteam durch Klaus Geritz, der dem TSV weiterhin als Torwarttrainer erhalten bleibt. Mit Geritz verbindet Schwan eine lange gemeinsame Geschichte: Beide arbeiteten nicht nur bereits beim SC Union Nettetal erfolgreich zusammen, sondern standen früher sogar gemeinsam für die erste Mannschaft des TSV Kaldenkirchen auf dem Platz. Auch hier schließt sich für beide ein Kreis.
Eine weitere enge Verbindung zwischen Schwan und dem TSV ist die von ihm mitgegründete Oster-Fußballschule in Kaldenkirchen, die heute noch besteht und 2026 bereits in ihre 17. Auflage der „Primax-Fußballschule“ geht. „Dass diese Fußballschule bis heute nicht nur besteht, sondern auch jedes Jahr nahezu ausgebucht ist, freut mich sehr. Meine Verbindung zum Verein ist immer geblieben und wollte damit auch etwas zurückgeben“, so Schwan.
Der sportliche Leiter Michael Bieck zeigt sich entsprechend zufrieden mit der Verpflichtung: „Ich habe mich lange darum bemüht, und wir sind sehr glücklich, dass wir diese Position nun nachhaltig besetzen konnten. Die Chance Andi jetzt für als Coach in der Konstellation mit Mark zu verpflichten war wohl einmalig. Er ist ein Kaldenkirchener Junge, er hat hier seine Trainerkarriere begonnen, und der Kontakt ist nie abgerissen. Natürlich ist es auch für die Außendarstellung ein starkes Signal, einen Trainer mit seiner Vita zu verpflichten. Für uns ist das ein klares Statement und ein absoluter Gewinn.“
Schwan wird seine Arbeit offiziell zur neuen Saison aufnehmen, will dann aber gut vorbereitet in die Aufgabe starten. Über eine konkrete Vertragslaufzeit wurde bewusst nicht gesprochen. „Ich möchte das mit meinem Trainerteam alles Schritt für Schritt angehen und schauen, dass es für alle Seiten passt“, betont Schwan.
Klar ist aber schon jetzt: Für den TSV Kaldenkirchen ist die Rückkehr des „verlorenen Sohnes“ nicht nur sportlich ein starkes Zeichen – sondern auch emotional eine Geschichte, bei der sich tatsächlich ein Kreis schließt.
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