Drama in der Nachspielzeit: Schiedsrichter bricht Spiel ab

Ein spektakuläres Kreisliga-Spiel zwischen dem TSV Kaldenkirchen II und TVAS Viersen ist in der Nachspielzeit ohne regulären Abschluss zu Ende gegangen. Nach dem späten 3:3-Ausgleich wurde die Partie abgebrochen – begleitet von hitzigen Diskussionen und heftiger Kritik der Gäste am Schiedsrichter.

Zunächst entwickelte sich eine intensive und torreiche Begegnung. TVAS Viersen ging früh durch Yusuf Panta in Führung (6.), ehe Kaldenkirchen per berechtigtem Foulelfmeter durch Lars Trautmann zum 1:1 ausglich (13.). Noch vor der Pause brachte Muhamed Sharaf die Gäste erneut in Front (37.).

Auch nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Viersen stark und baute die Führung in der 80. Minute durch Yasar Can Yildirim auf 3:1 aus. Trainer Michael Lazidis sprach im Nachgang von einer „überragenden Mannschaftsleistung“ trotz personeller Probleme: „Wir waren personell nicht optimal besetzt, hatten wenig Alternativen auf der Bank. Aber die Jungs haben das überragend gemacht – kämpferisch, fußballerisch, von der Einstellung her.“

Doch Kaldenkirchen gab sich nicht geschlagen. Nur eine Minute nach dem 1:3 verkürzte Dimitrijs Panteleicuks auf 2:3 (81.) und leitete damit eine hektische Schlussphase ein.

Der Schiedsrichter zeigte acht Minuten Nachspielzeit an – und in dieser wurde es turbulent. In der 93. Minute bekam Kaldenkirchen einen Foulelfmeter zugesprochen, den Florian Engelbrecht zum 3:3 verwandelte. Für Lazidis eine strittige Entscheidung: „In der Situation fällt der Spieler einfach im Laufduell. Dafür gibt es Elfmeter. Im Gegenzug wird mein Spieler im Strafraum gefoult – und da passiert nichts. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Die Situation sorgte für erhebliche Unruhe. Kurz darauf kam es zu einer Auseinandersetzung, in deren Folge ein Viersener Spieler nach einem körperlichen Kontakt mit dem Schiedsrichter die Rote Karte sah (90.+5).

Lazidis äußerte grundsätzliche Kritik an der Spielleitung: „Schon von Beginn an hatte man das Gefühl, dass viele Entscheidungen gegen uns laufen. Bei uns wurde jede körperliche Aktion abgepfiffen, bei Kaldenkirchen nicht. Das hat sich durch das ganze Spiel gezogen.“

Besonders für Unverständnis sorgte schließlich der Abbruch selbst. Nach Angaben der Gäste wurde die Partie vorzeitig beendet – trotz angezeigter Nachspielzeit und in einer laufenden Angriffssituation: „Wir waren noch im Angriff, das Spiel lief – und dann wird einfach abgepfiffen. Es waren noch Minuten zu spielen. Das ist für uns absolut unverständlich.“

TVAS Viersen kündigte an, gegen die Spielwertung Einspruch einlegen zu wollen. Auch die Eintragungen im Spielberichtsbogen wurden von Vereinsseite kritisiert.

Damit bleibt ein ereignisreiches 3:3, das sportlich viel bot – dessen endgültige Wertung jedoch nun am grünen Tisch entschieden werden dürfte.

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