Brüggen verliert nach der Pause völlig den Faden

TuRa Brüggen ist mit einer deutlichen Niederlage in die neue Bezirksliga-Saison gestartet. Beim SV Thomasstadt Kempen unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Müller mit 0:4 (0:1). Dabei sah es lange Zeit nach einer wesentlich engeren Partie aus. Erst nach der Pause verlor Brüggen den Zugriff und musste sich schließlich klar geschlagen geben.

Dabei hatte TuRa zunächst ordentlich in die Partie gefunden. Brüggen hatte viel Ballbesitz und arbeitete sich immer wieder kontrolliert nach vorne. Auch Torchancen waren vorhanden. Unter anderem kam Lamin Fuchs zu einer guten Möglichkeit, zudem fehlte es bei weiteren Angriffen an der letzten Konsequenz im Abschluss oder beim finalen Pass.

„Wir haben zwei Drittel Ballbesitz gehabt und uns Stück für Stück nach vorne gearbeitet“, sagte Müller. Seine Mannschaft habe drei oder vier gute Möglichkeiten gehabt, es allerdings versäumt, daraus Kapital zu schlagen.

Stattdessen geriet Brüggen kurz vor der Pause in Rückstand. Nach einem Ballverlust beziehungsweise einer fehlenden Absicherung bei einem Kemper Konter kam Thomasstadt in eine aussichtsreiche Position. Die Folge war ein Foulspiel im Strafraum und ein Elfmeter. Till Konietz ließ sich die Chance in der 37. Minute nicht nehmen und brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung.

„Da hatten wir keine gute Konterabsicherung“, räumte Müller ein. Der Gegentreffer sei entsprechend ärgerlich gewesen. Bis zur Pause versuchte Brüggen noch, zum Ausgleich zu kommen, blieb dabei aber ohne den entscheidenden Durchbruch.

Grundsätzlich sah Müller seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt jedoch noch auf einem guten Weg. Große taktische Veränderungen waren deshalb zur Halbzeit nicht notwendig. „Wir mussten in der Halbzeit gar nicht viel umstellen, weil die Jungs es in der ersten Halbzeit wirklich ordentlich gemacht haben“, erklärte der Trainer. Vielmehr sollte TuRa an der bisherigen Spielweise festhalten und sich die Möglichkeit erarbeiten, die Begegnung noch zu drehen.

Doch genau das Gegenteil trat ein. Nach dem Seitenwechsel verlor Brüggen zunehmend die Ordnung. Thomasstadt nutzte die Räume konsequent und erhöhte in der 63. Minute durch Denis Gaas auf 2:0. Nur zwei Minuten später legte Gaas seinen zweiten Treffer nach und sorgte damit bereits für eine Vorentscheidung.

„Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg für Kempen maximal in Ordnung“, musste Müller feststellen. Was seine Mannschaft vor der Pause noch ausgezeichnet hatte, war nach Wiederbeginn kaum noch zu sehen. „Da war nichts mehr von dem, was wir hatten. Keine taktische Disziplin, keine Mannorientierung.“

Brüggen öffnete dadurch immer wieder Räume und lief mehrfach in Gegenangriffe. In der Schlussphase machte Eric Scheuren mit dem 4:0 endgültig alles klar.

Für Müller geht es nun darum, die deutliche Niederlage schnell aufzuarbeiten. Denn trotz des enttäuschenden Ergebnisses nimmt der Trainer auch die Erkenntnis mit, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit durchaus gezeigt hat, was möglich ist. „Für uns gilt es, das Ganze aufzuarbeiten und es beim nächsten Mal besser zu machen.“

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