Foto: Heiko van der Velden
Wenn Marco Stenzel am Ende der Saison als Trainer der zweiten Mannschaft des SC Union Nettetal zurücktritt, endet eine Phase, in der sich die Reserve sportlich und strukturell deutlich stabilisiert hat. Der Abschied ist für den Coach vor allem Anlass, Bilanz zu ziehen. Die Nachfolge ist bereits geregelt: David Sfarzetta wird das Team übernehmen und ist schon jetzt in die Arbeit eingebunden, um Mannschaft und Umfeld kennenzulernen.
Der Rückblick fällt aus Stenzels Sicht positiv aus. „Wir haben mit einer Mannschaft angefangen, die sportlich und auch im Umfeld am Boden lag“, sagt er. Gemeinsam mit dem Verein und dem Trainerteam habe man die Reserve Schritt für Schritt neu aufgebaut, A-Jugendliche integriert, den Kader zusammengehalten und die Mannschaft wieder konkurrenzfähig gemacht. Der Lohn dieser Arbeit war in der vergangenen Saison der Aufstieg aus der Kreisliga A in die Bezirksliga.
Besonders wichtig war Stenzel dabei die Rolle der zweiten Mannschaft im Gesamtgefüge des Vereins. Sie sollte sich als verlässlicher Unterbau für die Erste etablieren und jungen Spielern eine Perspektive bieten. „Gerade mit unserer großen Jugendabteilung brauchen wir diese Mannschaft in der Liga“, betont er. Nur so könne der Übergang aus der A-Jugend sinnvoll gestaltet werden.
Auch strukturell habe sich in den vergangenen Jahren viel getan. Die zweite Mannschaft sei heute eine feste Größe im Verein, mit klaren Abläufen und gewachsener Identität. „Darauf bin ich schon ein Stück weit stolz“, sagt Stenzel mit Blick auf die Entwicklung der vergangenen Jahre.
Dass er nun aufhört, hat für ihn nichts mit dem Verein zu tun. „Der Akku ist einfach ein bisschen leer“, erklärt er. Nach mehreren intensiven Jahren brauche es neue Impulse – für die Mannschaft, aber auch für ihn selbst. Union Nettetal bezeichnet er weiterhin als gut geführten Verein, in dem vieles richtig laufe. Ein neues Engarement oder eine andere Tätigkeit schließt Stenzel selbst nicht völlig aus.
Die Übergabe an David Sfarzetta soll bewusst frühzeitig vorbereitet werden. Der designierte Nachfolger ist bereits im Trainingsbetrieb dabei und führt Gespräche mit Spielern. „Es soll eine saubere Übergabe werden“, sagt Stenzel. Wenn ein neuer Trainer erst kurz vor knapp einsteige, sei das aus seiner Sicht nicht optimal.
Wie der Kader in der kommenden Saison aussehen wird, ist noch offen. Stenzel rechnet damit, dass ein Großteil der Spieler bleibt, verweist aber auch auf die Unwägbarkeiten des Geschäfts. „Man kann nie ausschließen, dass sich der eine oder andere umschaut“, sagt er. Viel werde auch vom sportlichen Ausgang der Saison abhängen.
Sein Fazit fällt dennoch klar aus: Aus einer Mannschaft, die zeitweise um ihre Zukunft kämpfen musste, ist eine Bezirksliga-Reserve geworden, die ihren Platz im Verein gefunden hat. Diese Basis übergibt Stenzel nun an seinen Nachfolger – mit dem guten Gefühl, in den vergangenen Jahren etwas Nachhaltiges aufgebaut zu haben.
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