Broekhuysen stemmt sich gegen Rot-Weiss Essen

Foto: Heiko van der Velden

Die große Überraschung blieb aus, der Pokalnachmittag dürfte den Sportfreunden Broekhuysen dennoch lange in Erinnerung bleiben. Vor 1195 Zuschauern an der Römerstraße in Straelen musste sich der Bezirksligist in der zweiten Runde des Niederrheinpokals dem Drittligisten Rot-Weiss Essen mit 0:3 (0:2) geschlagen geben. Vier Spielklassen lagen zwischen beiden Mannschaften – auf dem Platz war dieser Unterschied allerdings nicht von Beginn an so deutlich zu erkennen.

Broekhuysen begegnete dem Favoriten mit viel Einsatz und einer disziplinierten Defensivarbeit. Die Essener hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz und bestimmten das Spiel, fanden zunächst aber nur schwer Lücken. Wenn RWE gefährlich wurde, war zudem Finn Bünnings zur Stelle.

Der Broekhuysener Torhüter bekam bereits früh einiges zu tun. Einen Kopfball von Dickson Abiama entschärfte Bünnings ebenso wie weitere Versuche der Essener. Auch Jaka Cuber Potocnik scheiterte aus kurzer Distanz am Schlussmann. Broekhuysen hielt damit die Partie zunächst offen.

Nach vorne konnte der Bezirksligist nur selten für Entlastung sorgen. Die Gastgeber suchten vor allem über schnelle Aktionen den Weg in Richtung Essener Tor, mussten sich ansonsten aber auf ihre Defensivarbeit konzentrieren. Rund eine halbe Stunde hielt das Konzept, dann war die Qualität des Drittligisten erstmals entscheidend.

Ruben Reisig brachte Essen nach einer Flanke per Kopf mit 1:0 in Führung. Broekhuysen blieb dennoch bei seiner Linie und versuchte, den Abstand möglichst gering zu halten. Kurz vor der Pause schlug RWE allerdings erneut zu. Ekin Çelebi fasste sich ein Herz und traf mit einem Distanzschuss ins rechte Eck zum 2:0.

Damit war die Begegnung zwar entsprechend der Kräfteverhältnisse auf Kurs, Broekhuysen hatte sich bis dahin aber mehr als ordentlich präsentiert. Vor allem die Art und Weise, wie sich der Bezirksligist gegen den Ball behauptete, machte deutlich, dass die Mannschaft die große Bühne genießen wollte.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe für die Sportfreunde zunehmend schwieriger. Essen ließ den Ball laufen, Broekhuysen musste immer mehr Laufarbeit verrichten. Schließlich machte sich auch der körperliche und konditionelle Unterschied bemerkbar.

Marek Janssen sorgte in der 52. Minute für die endgültige Entscheidung. Eine Flanke von Noah Pesch landete beim Essener Angreifer, der den Ball zunächst kontrollierte und anschließend unter das Tordach setzte.

In der Folge hatte Essen weitere Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen. Ein Kopfball von Jaka Cuber Potocnik landete am Querbalken, zudem fehlte den Gästen bei einigen Angriffen im letzten Drittel die letzte Präzision. Broekhuysen verteidigte mit großer Leidenschaft und verhinderte so weitere Treffer.

Auch Finn Bünnings war weiterhin gefordert und bewahrte seine Mannschaft davor, dass die Niederlage noch deutlicher ausfiel. Auf der anderen Seite setzte Broekhuysen noch den einen oder anderen offensiven Akzent. Zu einem eigenen Treffer reichte es jedoch nicht mehr.

Am Ende stand ein 0:3, mit dem Broekhuysen angesichts des Klassenunterschieds durchaus leben konnte. Die Sportfreunde mussten sich zwar dem Drittligisten geschlagen geben, zeigten aber über weite Strecken einen engagierten und disziplinierten Auftritt.

Rot-Weiss Essen erfüllte damit seine Pflichtaufgabe und zieht in die nächste Runde des Niederrheinpokals ein. Für Broekhuysen war die Partie dagegen vor allem ein besonderer Fußballnachmittag: große Kulisse, ein prominenter Gegner und eine Mannschaft, die sich trotz der Niederlage lange teuer verkaufte.

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