Keuken Kampioen Divisie statt Eredivisie – Niederlage zum Abschluss gegen Emmen

Vier Jahre lang hießen die Gegner des VVV-Venlo Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam, PSV Eindhoven oder auch AZ Alkmaar. In der kommenden Saison geht es dann gegen Helmond Sport, MVV Maastricht oder auch Jong Ajax Amsterdam. Die Realität heißt Keuken Kampioen Divisie, anstatt Eredivisie.

Schon seit Jahrzehnten verfügt die zweite niederländische Fußball-Liga über einen Namenssponsor. Zu Zeiten des letztmaligen Eredivisie-Aufstieges 2017 krönten sich die Grenzstädter noch zum Meister der Jupiler League, eine Biermarke war Hauptsponsor der zweiten Liga. Seit dem Jahr 2018 ist der Küchenhersteller Keuken Kampioen Namensgeber der zweiten Liga. Vier Jahre lang gelang es VVV-Venlo trotz des geringsten Budgets aller Eredivisie-Clubs im Konzert der Großen mitzuspielen, für ein fünftes Jahr sollte es am Ende allerdings nicht reichen. Allerdings gestaltet sich die Situation des Abstieges wesentlich anders als 2013, beim letztmaligen Abstieg aus der Eredivisie. Damals sorgte der geplatzte Traum eines Stadionneubaus, sowie eine prekäre Finanzsituation dafür, dass Jahre der Konsolidierung im Unterhaus den Weg aus der Krise bringen mussten. Am Ende gelang es unter Trainer Maurice Steijn bereits 2017 und damit schneller als geplant wieder in die Eredivisie zurück zu kehren. Stabilität und Kontinuität im Verein sorgen seit dem für eine stetige Weiterentwicklung des VVV-Venlo. Die infrastrukturellen Gegebenheiten haben sich stark verbessert, der Verein ist als Organisation gewachsen und auf den Positionen der Vereinsführung herrscht mit Marco Bogers und Stan Valckx Kontinuität. Auch im Trainer-Team sind Jay Driessen, Mark Luijpers und John Roox bereits seit Jahren feste Bestandteile, lediglich die Position des Cheftrainers ist nach dem Abgang von Maurice Steijn 2019 weniger konstant gewesen. Die Zusammenarbeit mit Robert Maaskant wurde schnell als Missverständnis deutlich, sein Nachfolger Hans de Koning führte VVV im letzten Jahr zum Klassenerhalt, musste nach der langen Niederlagenserie 2021 dann allerdings auch seinen Hut nehmen. Seinem Nachfolger Jos Luhukay gelang es am Ende nicht mehr den Trend umzukehren. Mit Luhukay soll nun allerdings auch wieder Kontinuität auf der Position des Cheftrainers in De Koel einziehen.

Gemeinsam mit VVV-Venlo wird auch ADO Den Haag den Weg in die zweite Liga antreten. Auf der anderen Seite sind SC Cambuur Leeuwarden und die Go Ahead Eagles Deventer in die Eredivisie aufgestiegen. In der Relegation um den letzten freien Platz in der Eredivisie werden die in den Play-offs verbliebenen Zweitligisten NAC Breda, NEC Nijmegen und Roda Kerkrade gemeinsam mit dem 16. der Eredivisie, dem FC Emmen kämpfen. Drei dieser Teams werden kommende Saison Gegner des VVV-Venlo sein. Dazu bilden die folgenden Clubs das insgesamt 20-köpfige Teilnehmerfeld der Keuken Kampioen Divisie: De Graafschap Doetinchem, FC Volendam, Almere City, Excelsior Rotterdam, FC Den Bosch, FC Eindhoven, TOP Oss, MVV Maastricht, Telstar IJmuiden, FC Dordrecht, Jong Ajax Amsterdam, Jong PSV Eindhoven, Jong AZ Alkmaar und Jong FC Utrecht. Eine Besonderheit in den Niederlanden sind dabei die vier Jong Teams aus Amsterdam, Eindhoven, Alkmaar und Utrecht. Die zweiten Mannschaften dieser Eredivisie-Top-Clubs sind bereits seit mehreren Jahren Teil der zweiten Liga, aus der es sportlich keine Absteiger in die dritte Liga gibt. Ebenfalls können aus der dritten niederländischen Liga keine Teams in die zweite Liga aufsteigen. Veränderungen wird es auch in den Anstoßzeiten geben, denn der Kernspieltag der zweiten Liga ist der Freitagabend. Der Großteil aller Duelle wird Freitags um 20.00 Uhr angepfiffen. VVV-Venlo wird nach einer gründlichen Evaluation der aktuellen Saison mit vollem Elan die Saison 2021/22 in der Keuken Kampioen Divisie angehen.

Im letzten Spiel der Saison verlor VVV-Venlo im bedeutungslosen Duell gegen den FC Emmen ohne etliche Stammspieler angetreten am Ende deutlich mit 0:4. Ohne Stammkeeper Thorsten Kirschbaum, sowie Torjäger Georgios Giakoumakis, Lukas Schmitz, Christos Donis, Meritan Shabani, Anastassios Donis, Torino Hunte, Christian Kum und den in Quarantäne befindlichen Chef-Trainer Jos Luhukay bekamen zahlreiche Eigengewächse noch einmal Spielpraxis auf höchstem Niveau. So gab beispielsweise Wassim Essanoussi (17) sein Startelfdebüt und auch Vito van Crooij, Yahcuroo Roemer, Simon Janssen und Delano van Crooij, allesamt aus dem eigenen Nachwuchs, durften sich präsentieren. Für Emmen ging es noch um alles und so traten die Gäste auch im Venloer Covebo Stadion – de Koel an. Adzic brachte die Gäste nach 36. Minuten mit 0:1 in Front, Pena per Strafstoß (53.), de Leeuw (64.) und Gladon (81.) stellten im zweiten Durchgang den Endstand her. Doch am Ende fehlten Emmen sechs Treffer, um den direkten Klassenerhaltsplatz noch zu erreichen, da Konkurrent Willem II Tilburg sein Duell gegen Fortuna Sittard ebenfalls gewann. Emmen muss damit in die Relegation um den Klassenerhalt.

Quelle: VVV Venlo

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