Der TSV Kaldenkirchen hat am sechsten Spieltag der Kreisliga A Kempen-Krefeld mit 1:2 (0:2) beim FC Hellas Krefeld verloren. Nach einer schwachen ersten Halbzeit steigerte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Schwan nach der Pause, kam in der Nachspielzeit noch zum Anschlusstreffer, konnte die Partie aber nicht mehr drehen.
„Vom Ergebnis her sind die Niederlagen bis dato alle knapp gewesen, immer mit einem Tor Unterschied“, sagte Schwan. Gegen Hellas geriet seine Mannschaft allerdings früh ins Hintertreffen. Vor allem im ersten Durchgang vermisste der Trainer Körpersprache und Überzeugung.
Hemat Dostyar brachte die Gastgeber in der 17. Minute in Führung, Maurizio Garau Serra erhöhte nur fünf Minuten später auf 2:0. „Wir sind in der ersten Halbzeit überhaupt nicht gut reingekommen“, sagte Schwan. Der Rückstand zur Pause sei deshalb verdient gewesen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Kaldenkirchen ein anderes Gesicht. „Wir waren dann einfach präsenter“, erklärte Schwan. Hoffnung machte zudem die Rote Karte gegen Hellas‘ Mustafa Kalincik in der 60. Minute. Trotz der Überzahl gelang es dem TSV jedoch nicht, sich die ganz großen Möglichkeiten zu erspielen.
Dennoch blieb Kaldenkirchen bis zum Schluss dran. In der vierten Minute der Nachspielzeit köpfte Joey Thommessen nach Vorlage von Kevin Kleier zum 1:2 ein. Für den Ausgleich reichte die verbleibende Zeit nicht mehr. „Die Mannschaft wollte zurückkommen und hat sich gegen die Niederlage aufgebäumt“, sagte Schwan. Am Ende habe aber die Qualität gefehlt, die Partie noch zu drehen.
Mit drei Punkten steht der TSV auf dem 16. Tabellenplatz. Erschwert wird die Situation durch eine lange Verletztenliste. Steffen Eichler, Michael Goertz, Noel Müllers, Jendrik Schwanitz, Alex Kraus, Pierre Esser, Noah Gurrath, Nils Heines und Levin Lintjens fallen derzeit aus. Dazu kommen die jüngsten Verletzungen von Leo Kirschnick und Torwart Ben Boeken.
Kirschnick, der Neuzugang hatte sich zuletzt immer stärker entwickelt, zog sich eine weitere Knieverletzung zu. Boeken hatte sich nach längerer Verletzungspause gerade zurück ins Team gearbeitet und zuletzt in den beiden gewonnenen Pflichtspielen im Tor gestanden. Im Training blieb er auf dem Kunstrasen hängen und verletzte sich im Leisten-/Adduktorenbereich. Eine MRT-Untersuchung soll Klarheit bringen.
„Das ist eine Situation, die ich so in meiner Trainerkarriere, die mittlerweile seit 25 Jahren und mehr andauert, noch nicht erlebt habe“, sagte Schwan. Als Ausrede möchte er die Personalsituation dennoch nicht verstanden wissen. Die Mannschaft ziehe seit Wochen gut mit, allerdings werde es mit einem immer kleiner werdenden Kader auch schwieriger, im Training Abläufe und Automatismen einzustudieren.
Angesichts der angespannten Personalsituation soll nun intern besprochen werden, wie der TSV die kommenden Wochen personell überbrücken kann. Dabei wird auch geprüft, ob Unterstützung aus den eigenen Nachwuchs- und Reservemannschaften möglich ist. Gleichzeitig halten die Verantwortlichen Ausschau nach möglichen Verstärkungen für die Winterpause.
Zunächst muss der TSV jedoch mit dem vorhandenen Personal auskommen. Bei Hellas reichte die Leistungssteigerung nach der Pause zumindest für einen späten Anschlusstreffer, nicht aber für den erhofften Punktgewinn.
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