Brüggen tritt weiter auf der Stelle

TuRa Brüggen bleibt in der Bezirksliga 3 hinter den eigenen Erwartungen zurück. Am sechsten Spieltag unterlag die Mannschaft von Trainer Markus Müller Anadolu Türkspor Krefeld mit 1:3 (1:1). Mit sieben Punkten aus sechs Spielen stehen damit bereits drei Niederlagen zu Buche. Der Anspruch, wie in den vergangenen Jahren im oberen Tabellenbereich mitzuspielen, ist damit zunächst in weite Ferne gerückt.

Anadolu ging in der 21. Minute durch Abdelkarim Afkir in Führung. Nur eine Minute später glich Nils Bonsels per Foulelfmeter aus. Für den Brüggener Angreifer war es bereits der achte Saisontreffer. Nach dem Seitenwechsel erwischten allerdings die Gäste den besseren Start. Dogukan Akgün traf in der 46. Minute per Kopf zum 2:1.

Brüggen versuchte anschließend, noch einmal zurückzukommen, konnte sich gegen die individuell stark besetzte Mannschaft aus Krefeld aber nicht entscheidend durchsetzen. In der sechsten Minute der Nachspielzeit machte Justin Butterweck mit dem Treffer zum 3:1 endgültig alles klar.

„Am Ende haben wir zusammen verloren. Wir haben vorne die Dinger nicht reingemacht, haben aber auch hinten zu einfache Gegentore bekommen“, sagte Müller. Der Trainer wollte dabei keinen Mannschaftsteil für die Niederlage verantwortlich machen. „Wir sitzen alle in einem Boot“, betonte er und verwies darauf, dass Fußball ein Mannschaftssport sei, in dem man gemeinsam gewinne und gemeinsam verliere.

Gleichzeitig sieht Müller die gesamte Mannschaft nun in der Pflicht, die aktuelle Situation auf dem Platz zu verändern. „Ich glaube, dass es jetzt nicht an der Zeit ist zu reden, sondern an der Zeit zu handeln“, sagte der Trainer. Seiner Mannschaft könne er nicht vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. Es fehlten allerdings die letzten Prozente, die in solchen Spielen den Unterschied ausmachen können.

Zwei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen lautet die Bilanz nach sechs Spieltagen. Sieben Punkte sind für die eigenen Ansprüche zu wenig. Während Brüggen in den vergangenen Jahren regelmäßig im oberen Bereich der Bezirksliga zu finden war, kommt die Mannschaft in dieser Saison bislang nicht richtig in Tritt.

Die nächste Gelegenheit, daran etwas zu ändern, bietet sich bereits am kommenden Sonntag. Dann ist Brüggen beim CSV Marathon gefordert. Auch dort wartet eine Mannschaft mit enormer Qualität und zahlreichen namhaften Spielern, die bereits Erfahrungen in höheren Spielklassen gesammelt haben. Die Aufgabe wird damit kaum leichter.

Für Brüggen geht es darum, möglichst schnell die Kurve zu bekommen. Müller formulierte es nach der Niederlage gegen Anadolu unmissverständlich: „Es ist Zeit, Taten folgen zu lassen.“

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