Archivfoto: Heiko van der Velden
Die VSF Amern haben sich am Freitagabend in der Landesliga mit einem späten Erfolg bei Viktoria Goch zurückgemeldet. Die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg und Dennis Homann setzte sich mit 3:2 durch und hat nach fünf Spieltagen nun sechs Punkte auf dem Konto. Dabei machten es die Amerner nach einer 2:0-Führung noch einmal unnötig spannend, ehe Luca Dorsch in der Schlussminute mit seinem zweiten Treffer des Abends doch noch für den Sieg sorgte.
Auf dem nassen Naturrasen entwickelte sich von Beginn an eine intensive Begegnung. Amern erwischte den besseren Start und hatte durch Johannes Hamacher bereits früh eine gute Möglichkeit. Sein Abschluss ging allerdings über das Tor. Auf der anderen Seite war Shunsuke Takahashi gefordert und verhinderte mit einer starken Parade die Führung der Gastgeber.
Amern blieb offensiv gefährlich und suchte immer wieder den Weg über die Außen. Vor der Pause fehlte allerdings zunächst der passende Abnehmer. Kurz vor dem Seitenwechsel schlugen die Gäste dann doch zu. Hajime Yokota brachte einen Freistoß gefährlich in den Strafraum, Luca Dorsch stieg hoch und köpfte zum 1:0 ein (44.).
„Zwei Standards helfen uns dann weiter“, sagte Kehrberg später mit Blick auf die entscheidenden Szenen. Kurz nach der Führung hätte Niklas Thobrock sogar noch vor der Pause erhöhen können, verfehlte das Tor jedoch knapp.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Amern erneut den besseren Start. In der 57. Minute fasste sich Selman Sevinc aus zentraler Position ein Herz und zog aus der Distanz ab. Der Goch-Torhüter konnte den Schuss nicht halten, der Ball schlug zum 2:0 ein. Sevinc versuchte es wenig später erneut aus rund 30 Metern, diesmal konnte der Schlussmann den Versuch mit dem Fuß abwehren.
Dann aber geriet Amern ins Wanken. Eine verunglückte Flanke der Gastgeber durch Jacob Falkhofen wurde immer länger, traf den Innenpfosten und sprang von dort ins Tor – Goch war wieder im Spiel. In der Folge verlor seine Mannschaft für einige Minuten die Ordnung. Goch nutzte die Phase und kam durch Jan-Luca Geurtz zum 2:2 (82.).
Damit drohte Amern erneut ein bitteres Ende. In der Vorwoche hatte die Mannschaft gegen Arminia Klosterhardt noch selbst einen späten Gegentreffer kassiert und dadurch in der Nachspielzeit verloren. Diesmal kam die Antwort von den VSF selbst.
In der Nachspielzeit bekam Amern noch einmal einen Freistoß zugesprochen. Wieder brachte Yokota den Ball gefährlich in den Strafraum, wieder war Dorsch zur Stelle. Der Angreifer köpfte zum 3:2 ein (90.) und machte seinen persönlichen Doppelpack perfekt.
„Letzte Woche haben wir eine Nachspielzeit verloren, aber diesmal haben wir es umgekehrt gemacht“, sagte Kehrberg. Der Sieg sei nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich zwar glücklich gewesen, aufgrund der insgesamt größeren Zahl an Chancen aber durchaus verdient.
Auch personell war die Partie für die Amerner bemerkenswert. Takahashi stand erstmals in einem Ligaspiel im Tor. Zudem feierten Dijar Arifi und Kai Lucas Yoshikane ihr Startelfdebüt. Die schwierige Personalsituation war unter anderem durch berufliche Verpflichtungen einiger Spieler entstanden. Maximilian Gotzen schaffte es erst kurz vor dem Anpfiff nach Goch, während weitere Akteure die Reise aus beruflichen Gründen gar nicht antreten konnten.
Sportlich verschafft der Sieg den VSF zunächst etwas Luft. Nach fünf Spielen stehen drei Siege und sechs Punkte zu Buche. Kehrberg weiß allerdings, wie schnell sich das Tabellenbild verändern kann. „Wenn du in der Liga drei Spiele hintereinander gewinnst, bist du oben dabei. Wenn du drei Spiele hintereinander verlierst, bist du unten dabei“, sagte der Trainer.
In Goch gelang Amern nach dem zwischenzeitlichen 2:2 jedenfalls die passende Reaktion. Diesmal war es nicht Amern, das in den Schlussminuten einen Rückschlag hinnehmen musste. Stattdessen sorgte Dorsch mit seinem zweiten Kopfballtreffer nach einem Yokota-Freistoß für die späte Erlösung und drei wichtige Punkte.
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