Der TSV Kaldenkirchen hat am vierten Spieltag der Kreisliga A Kempen-Krefeld den ersten Saisonsieg eingefahren. Beim SC Schiefbahn setzte sich die Mannschaft von Trainer Andreas Schwan mit 3:2 (2:1) durch und belohnte sich damit für eine kämpferisch starke Vorstellung.
Dabei musste Schwan erneut improvisieren. Die Personalsituation war angespannt. Top-Torjäger Jendrik Schwanitz fiel verletzungsbedingt aus, zudem fehlte Steffen Eichler. Levin Lintjens musste sich beim Aufwärmen mit Knieproblemen abmelden. So rückten mehrere junge Spieler in die Startelf.
Kaldenkirchen erwischte den besseren Start und ging in der 26. Minute in Führung. Dimitri Sudakov verwertete eine flache Hereingabe aus kurzer Distanz zum 1:0. Nur elf Minuten später legte Jonathan Gerold nach. Nach einem Abwehrfehler blieb er aus acht Metern eiskalt und erhöhte auf 2:0 (37.).
Schiefbahn antwortete noch vor der Pause. Irfan Yildiz vollendete einen sehenswerten Spielzug über Brian Drubel und Tobias Gorgs aus rund zehn Metern zum 1:2 (43.).
Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber auf den Ausgleich und wurden schnell belohnt. Brian Drubel traf nach einer schnellen Kombination über die rechte Seite und einer flachen Hereingabe zum 2:2 (48.).
Kaldenkirchen ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. In einer zunehmend offenen Partie hatten die Gäste anschließend wieder die besseren Möglichkeiten. In der 72. Minute fiel schließlich die erneute Führung. Lennox Wefers wurde im Strafraum freigespielt und traf aus rund zehn Metern zum 3:2.
Schiefbahn warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Kurz vor dem Ende hatte Wefers sogar die Chance, den Sieg endgültig abzusichern, scheiterte allein vor dem Tor aber am Schiefbahner Schlussmann (90.+5). Kaldenkirchen brachte den knappen Vorsprung dennoch über die Zeit.
Für Schwan war der Erfolg angesichts der schwierigen Voraussetzungen besonders wertvoll. „Zum ersten Mal haben wir uns mit Punkten belohnt. Es war vor allen Dingen eine kämpferisch tolle Mannschaftsleistung“, sagte der Trainer. Gerade die vielen jungen Spieler hätten ihre Aufgabe gut gelöst. „Leon Weiß in der Innenverteidigung, Jonathan Gerold auf der Sechs, dazu Leo Kirschnick und Enes Memedov – mehrere Jungs waren in ihrem ersten Seniorenjahr dabei.“
Nach drei knappen Niederlagen zum Auftakt war die Erleichterung entsprechend groß. „Wir wissen, wie es ist, mit einem Tor zu verlieren. Das war in den letzten Spielen dreimal der Fall. Heute haben wir den Bock umgestoßen und uns dafür belohnt, dass die Jungs im Training gut arbeiten. Das fühlt sich gut an“, sagte Schwan.
Der erste Dreier soll nun Selbstvertrauen geben. „Am Ende zählt der Teamerfolg, und den haben wir uns heute endlich verdient“, betonte der Trainer.
—–
Folge Amafuma.de auf Facebook >> https://www.facebook.com/amafumade
Folge Amafuma.de auf Instagram mit @amafuma.de





