Das ist der Neue im Mittelfeld des FC Büderich – Transfercoup: Giulio Multari kommt aus Koblenz

Foto: YagonSports

Der FC Büderich hat sich für die Saison 2026/27 noch einmal prominent im Mittelfeld verstärkt. Giulio Multari wechselt von Rot-Weiß Koblenz an den Niederrhein. Der 23-Jährige bringt trotz seines jungen Alters bereits reichlich Erfahrung aus Regionalliga, Oberliga und Mittelrheinliga mit – und zeigte beim jüngsten 1:0-Erfolg gegen den Wuppertaler SV bereits, welchen Mehrwert er für die Büdericher haben kann.

Beim 1:0-Heimsieg am Sonntag gegen den WSV stand Multari in der Startelf des FC Büderich und traf dabei ausgerechnet auf einen seiner ehemaligen Vereine. Der Mittelfeldspieler war von Beginn an präsent und schaltete sich auch offensiv immer wieder ein. Bereits in der Anfangsphase suchte Multari mehrfach selbst den Abschluss. In der elften Minute verfehlte er das Wuppertaler Tor aus der Distanz nur knapp. Kurz vor der Pause tauchte er erneut gefährlich vor dem WSV-Gehäuse auf und versuchte, einen Mitspieler in Szene zu setzen.

Am Ende belohnte sich Büderich für einen engagierten Auftritt: Dion Gutaj erzielte in der 72. Minute mit einem Distanzschuss das entscheidende 1:0. Vor 513 Zuschauern brachte der FCB den Vorsprung über die Zeit und feierte damit seinen ersten Saisonsieg.

Für Multari war der Auftritt gleichzeitig eine erste Bestätigung dafür, dass der Wechsel sportlich passen könnte.

Von der Transferidee zum Wechsel nach Büderich

Hinter der Verpflichtung steht ein Transferprozess, der zunächst mit einer Idee begann. Aus Beratungssicht stellte sich die Frage, welche sportliche Konstellation für Multari nach seiner Saison bei Rot-Weiß Koblenz den nächsten sinnvollen Karriereschritt darstellen könnte.

Schnell rückte dabei der FC Büderich in den Fokus. Nach dem ersten Austausch mit dem Spieler wurde der Kontakt zu den Verantwortlichen des Vereins hergestellt. Die Gespräche entwickelten sich zügig und konstruktiv. Spieler und Verein fanden sportlich schnell eine gemeinsame Basis, sodass aus einer ersten Überlegung innerhalb kurzer Zeit eine konkrete Transferoption wurde.

Für Multari bietet der Wechsel die Möglichkeit, seine Entwicklung auf Oberliga-Niveau fortzusetzen und gleichzeitig in einer für ihn bekannten Region ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Ausbildung bei Viktoria Köln und dem Wuppertaler SV

Dass Büderich mit dem 23-Jährigen keinen klassischen Perspektivspieler verpflichtet, zeigt ein Blick auf dessen bisherigen Werdegang.

Der gebürtige Kölner wurde unter anderem bei Viktoria Köln und anschließend beim Wuppertaler SV ausgebildet. Beim WSV spielte Multari zunächst in der U19-Bundesliga und wurde anschließend an den Regionalligakader herangeführt. In der Saison 2022/23 absolvierte er fünf Partien in der Regionalliga West.

Danach sammelte der defensive Mittelfeldspieler kontinuierlich Erfahrung im Seniorenfußball. Über Cosmos Koblenz führte sein Weg zum Siegburger SV. Besonders in der Saison 2024/25 entwickelte sich Multari dort zum Stammspieler und kam in der Mittelrheinliga auf 30 Einsätze, zwei Tore und vier Vorlagen.

Im Sommer 2025 folgte schließlich der Wechsel zu Rot-Weiß Koblenz. Auch dort etablierte sich der 1,83 Meter große Linksfuß schnell. In der Saison 2025/26 absolvierte Multari 32 Spiele in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und gehörte damit zu den regelmäßig eingesetzten Spielern der Koblenzer.

Mehr als 90 Seniorenspiele – und trotzdem erst 23

Genau diese Mischung macht den Transfer für den FC Büderich interessant. Multari ist mit 23 Jahren noch entwicklungsfähig, bringt gleichzeitig aber bereits die Erfahrung aus mehr als 90 dokumentierten Seniorenspielen in Regionalliga, Oberliga und Mittelrheinliga mit.

Seine angestammte Position liegt im defensiven Mittelfeld, er kann allerdings ebenso im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden. Seine fußballerische Ausbildung, die Erfahrung auf unterschiedlichen Spielklassen und seine Präsenz im Zentrum geben Büderich zusätzliche Möglichkeiten.

Dass er diese Rolle unmittelbar einnehmen kann, deutete Multari gegen den Wuppertaler SV bereits an. Besonders pikant: Ausgerechnet gegen den Verein, bei dem er einst den Sprung aus der U19 in den Seniorenbereich geschafft hatte, stand er nun auf der anderen Seite – und durfte am Ende einen 1:0-Erfolg mit Büderich feiern.

Transfer mit Perspektive für beide Seiten

Aus der Sicht seiner Berateragentur Soccerversum mit Sitz in Monheim am Rhein stand bei dem Wechsel deshalb nicht allein die Frage nach der Spielklasse im Vordergrund. Entscheidend war vielmehr, ein Umfeld zu finden, in dem Multari seine bereits vorhandene Erfahrung einbringen und gleichzeitig den nächsten Entwicklungsschritt gehen kann.

Die Gespräche zwischen den Beteiligten verliefen entsprechend unkompliziert. Von der ersten Idee über den Austausch mit Spieler und Verein bis zur finalen Einigung entwickelte sich der Transfer innerhalb kurzer Zeit.

Für Büderich könnte sich diese Verpflichtung als echter Transfercoup erweisen: Der Verein bekommt einen 23-jährigen Mittelfeldspieler, der bereits Regionalliga-Erfahrung besitzt, mehrere Jahre im höherklassigen Amateurfußball vorweisen kann und seine Qualitäten auf Oberliga-Niveau bereits unter Beweis gestellt hat.

Der erste Auftritt gegen den Wuppertaler SV lieferte dafür einen vielversprechenden Vorgeschmack.

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