Süchteln verliert trotz starker Leistung in Homberg

Der ASV Süchteln hat am dritten Spieltag der Landesliga die erste Niederlage der Saison kassiert. Beim Oberliga-Absteiger VfB Homberg unterlag die Mannschaft von Trainer Volker Hansen mit 0:2 (0:1). Dabei zeigte Süchteln über weite Strecken eine ordentliche Leistung, ließ im letzten Drittel aber die nötige Konsequenz vermissen.

Von Beginn an entwickelte sich auf dem tiefen, aber gut bespielbaren Platz eine intensive Partie. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und führten zahlreiche Zweikämpfe. Süchteln versuchte immer wieder, mit schnellen Kombinationen hinter die Homberger Abwehr zu kommen.

Die Gastgeber gingen in der 35. Minute in Führung. Süchteln wollte den Ball aus der eigenen Defensive herausspielen, leistete sich dabei jedoch einen folgenschweren Fehler. Der Ball landete beim Homberger Angreifer, Marcio Jordan Blank ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und traf zum 1:0. Für Blank war es bereits der vierte Saisontreffer.

„Bittere Niederlage. Eine Niederlage, die nicht sein muss“, sagte Hansen nach der Partie. Grundsätzlich war der Süchtelner Trainer mit dem Auftritt seiner Mannschaft durchaus zufrieden. „Wir haben ein sehr gutes, intensiv geführtes Landesligaspiel von beiden Seiten gesehen“, befand Hansen.

Nach dem Rückstand blieb Süchteln aktiv und versuchte, den Ausgleich zu erzielen. Die Gäste kamen immer wieder in aussichtsreiche Positionen, fanden im letzten Drittel aber nicht die nötige Präzision. „Am Ende des Tages fehlt uns die Zielstrebigkeit, die Genauigkeit im letzten Pass“, analysierte Hansen.

Auch nach der Pause blieb Süchteln dran. Hansen brachte frische Kräfte und stellte seine Mannschaft auf ein offensiveres 4-1-4-1-System um. Dadurch hatte Süchteln mehr Ballbesitz und konnte Homberg phasenweise tief in die eigene Hälfte drücken. Die Gastgeber verteidigten ihren Vorsprung allerdings geschickt und blieben bei eigenen Umschaltsituationen gefährlich.

In der 83. Minute sorgte eine Szene im Homberger Strafraum für zusätzlichen Ärger bei den Gästen. Leonit Popova kam im Zweikampf zu Fall, Hansen sah dabei einen Fuß-an-Fuß-Kontakt und forderte einen Strafstoß. Der Pfiff blieb jedoch aus. Auch der Linienrichter, der sich auf Höhe der Szene befand, zeigte kein Foul an.

„Das war ein klares Foulspiel“, bewertete Hansen die Situation anschließend. Für den Süchtelner Trainer war die Szene umso ärgerlicher, weil seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt auf den Ausgleich drängte.

Süchteln warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. In der Nachspielzeit kamen die Gäste sogar noch zu einem Lattentreffer, der Ausgleich blieb ihnen jedoch verwehrt. Stattdessen nutzte Homberg den entstandenen Raum und sorgte in der 90. Minute für die Entscheidung. Emir Demiri erhöhte auf 2:0.

Damit musste Süchteln nach zwei Siegen zum Auftakt erstmals als Verlierer vom Platz. Hansen wollte seiner Mannschaft trotz der Niederlage keinen großen Vorwurf machen. „Wir haben nach dem Gegentor 60 Minuten Zeit, einen Ausgleich zu machen“, sagte er. Genau dort liege letztlich das Problem: Süchteln habe seine Möglichkeiten nicht konsequent genug genutzt.

Nach drei Spieltagen stehen für den ASV Süchteln damit vier Punkte zu Buche. Die erste Niederlage soll den positiven Saisonstart nicht überschatten – gleichzeitig weiß Hansen, dass seine Mannschaft an der Chancenverwertung und der Zielstrebigkeit im letzten Drittel arbeiten muss.

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