Foto: privat
Joshua Tackenberg setzt seine Entwicklung beim FC Büderich fort. Der 20-Jährige verlässt somit Blau-Weiß Dingden und unterschreibt beim Oberligisten aus Meerbusch einen Vertrag bis 2027. Für den ambitionierten Torhüter ist der Wechsel zugleich der nächste Schritt in einer bislang ungewöhnlichen und durchaus interessanten Laufbahn.
Der FC Büderich verstärkt sich auf der Torwartposition: Joshua Tackenberg wechselt zur neuen Saison vom Ligakonkurrenten SV Blau-Weiß Dingden an den Eisenbrand. Der Schlussmann hat einen Vertrag bis 2027 unterschrieben und bleibt damit der Oberliga Niederrhein erhalten. Der Wechsel ist inzwischen auch in den aktuellen Transferdaten des FC Büderich verzeichnet.
Für Tackenberg ist der Schritt nach Meerbusch vor allem eine Entscheidung für die eigene Entwicklung. Der am 28. Juli 2006 geborene Torhüter ist 1,81 Meter groß, rechtsfüßig und wird von der Spieleragentur Soccerversum beraten. Seine bisherige Laufbahn führte ihn unter anderem über den Mülheimer SC, Ratingen 04/19 und die SG Essen-Schönebeck zum Nachwuchs der Würzburger Kickers. Im Sommer 2025 schloss er sich schließlich Blau-Weiß Dingden an.
Von Würzburg über Königsdorf nach Dingden
Bemerkenswert ist dabei, wie schnell sich Tackenberg in den vergangenen Jahren durch verschiedene Leistungsbereiche bewegt hat. In der Saison 2024/25 gehörte er zunächst zum Kader des TuS Blau-Weiß Königsdorf in der Mittelrheinliga, ehe im Sommer 2025 der Wechsel nach Dingden folgte. Transfermarkt führt den damaligen Transfer als ablösefreien Wechsel.
In Dingden war die Konkurrenzsituation auf der Torwartposition allerdings anspruchsvoll. Mit Johannes Buers verfügte der Verein über einen erfahrenen Schlussmann, während Tackenberg zunächst vor allem auf seine Chancen warten musste. FuPa weist für die Saison 2025/26 einen Einsatz in der Oberliga aus, daneben kam er dreimal für die zweite Mannschaft in der Bezirksliga zum Einsatz. Insgesamt führt FuPa fünf Einsätze in Tackenbergs Laufbahn auf.
Dass der junge Torwart dennoch Oberliga-Luft sammeln konnte, zeigt ein Blick auf die Saison. Beim Testspiel des 1. FC Bocholt gegen Dingden kam Tackenberg beispielsweise in der Schlussphase für Johannes Buers ins Spiel.
Tackenberg ist noch am Anfang seiner Seniorenlaufbahn, verfügt aber bereits über Erfahrungen im Herrenfußball auf Oberliga-Niveau. Transfermarkt listet ihn mit einer Körpergröße von 1,81 Metern und als klaren Torwart.
Büderich setzt auf Konkurrenz und Entwicklung
Beim FC Büderich dürfte Tackenberg zunächst nicht automatisch mit dem Anspruch an die Nummer eins ankommen. Vielmehr spricht vieles dafür, dass der junge Keeper zunächst als Herausforderer in den Kader rückt.
Das hat einen nachvollziehbaren sportlichen Hintergrund: Robin Offhaus war in der vergangenen Oberliga-Saison mit 15 Einsätzen über 1.350 Minuten der statistisch am häufigsten eingesetzte Torhüter des FC Büderich. Dahinter kamen Michael Sperling und Timon Remer auf weitere Einsätze.
Offhaus, der im Winter 2025/26 vom SC St. Tönis nach Büderich kam, stand beispielsweise am letzten Spieltag der Saison beim 4:2-Auswärtssieg beim VfL Jüchen-Garzweiler im Tor.
Auch zum Saisonauftakt 2026/27 gegen den 1. FC Monheim sowie beim anschließenden 0:0 bei Germania Ratingen wurde Büderich mit Offhaus im Tor geführt.
Gleichzeitig hat sich die Torwartgruppe des FC Büderich im Sommer verändert. Timon Remer und Michael Sperling verließen den Verein, während Tackenberg neu hinzukam. Aktuell werden im Kader neben Tackenberg noch Rico Henkel und Robin Offhaus als Torhüter geführt.
Der Transfer ist deshalb nicht nur als Verpflichtung eines weiteren Torhüters zu verstehen. Vielmehr dürfte Büderich mit Tackenberg bewusst einen jungen Spieler verpflichtet haben, der mittelfristig Druck auf die etablierte Hierarchie ausüben kann.
Ein Profil mit Perspektive
Gerade für einen Torhüter ist ein solcher Entwicklungsschritt nicht ungewöhnlich. Während Feldspieler über regelmäßige Kurzeinsätze leichter Spielpraxis sammeln können, sind die Möglichkeiten für einen zweiten Torwart begrenzt. Umso wichtiger sind Trainingsqualität, individuelle Weiterentwicklung und ein Umfeld, das langfristige Perspektiven bietet.
Tackenbergs Profil passt dabei zu einem Spieler, der noch Entwicklungspotenzial besitzt. Mit seinen 20 Jahren ist er für einen Oberliga-Torwart noch jung. Gleichzeitig hat er bereits mehrere Ausbildungsstationen durchlaufen und Erfahrungen in unterschiedlichen Fußballregionen gesammelt. Transfermarkt führt neben seiner Zeit bei Dingden Stationen beim Mülheimer SC, Ratingen 04/19, der SG Essen-Schönebeck und den Würzburger Kickers auf.
Auch der FC Büderich verfolgt seit Jahren einen ambitionierten Weg. Die Mannschaft etablierte sich in der Oberliga Niederrhein und belegte in der Saison 2024/25 Rang sieben. In der Saison 2025/26 wurde Büderich 13. der Oberliga.
Für Tackenberg bedeutet der Wechsel somit: Er bleibt auf demselben fünften Leistungsniveau, wechselt aber in ein Umfeld, in dem die Karten auf der Torwartposition neu gemischt werden können.
„Der Wunschwechsel konnte realisiert werden“
Wie die Beratungsagentur Soccerversum auf Anfrage der Redaktion erklärt, war der Wechsel nach Büderich keineswegs eine kurzfristige Notlösung. Vielmehr habe sich der FC im Verlauf der Gespräche schnell als Wunschziel herauskristallisiert.
„Wir freuen uns für Joshua, dass sein Wunschwechsel realisiert werden konnte. Er hat den Sommer genutzt, um sich persönlich zu verbessern und um sich Gedanken für den nächsten Schritt zu machen. Aus seinen Optionen kristallisierte sich der FC aus Büderich dann schnell heraus, da auch die persönlichen Gespräche sehr gut verliefen und der Verein eine gute Struktur bietet“, teilte Soccerversum mit.
Diese Aussage unterstreicht den Charakter des Transfers. Tackenberg geht nicht einfach zum nächstbesten Oberligisten, sondern entscheidet sich bewusst für ein Umfeld, in dem er seine Entwicklung vorantreiben möchte.
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