Süchteln feiert Schützenfest gegen Mülheim

Der ASV Süchteln hat am zweiten Spieltag der Landesliga ein beeindruckendes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen den Mülheimer FC feierte die Mannschaft von Trainer Volker Hansen einen deutlichen 7:0 (3:0)-Heimsieg und überzeugte dabei über weite Strecken mit hohem Tempo, großer Laufbereitschaft und konsequenter Chancenverwertung.

Süchteln nahm von Beginn an das Heft in die Hand und setzte den Gegner früh unter Druck. Allerdings war in der Anfangsphase noch eine gewisse Hektik im Spiel. „In den ersten zehn bis 15 Minuten hat man gemerkt, dass die Jungs einen Tick zu viel wollten. Da war viel Unruhe drin“, sagte Hansen. Seine Mannschaft hatte dennoch bereits früh gute Möglichkeiten.

Nach einer Viertelstunde platzte schließlich der Knoten. Nach einer Ecke köpfte Felipe Burkhardt zur 1:0-Führung ein. Der Treffer wirkte wie eine Befreiung. „Das war dann so etwas wie ein Brustlöser“, erklärte Hansen. Nur elf Minuten später legte Süchteln nach. Bora Nurettin Kat erhöhte nach einer Pressingsituation auf 2:0.

Mülheim war trotz des Rückstands nicht völlig chancenlos und stellte Süchteln vor allem über die rechte Seite immer wieder vor Probleme. Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen und erhöhten noch vor der Pause. In der 35. Minute traf Burkhardt per direktem Freistoß aus rund 25 Metern. Sein Schuss flog über die Mauer und schlug im Winkel ein – das 3:0.

Kurz vor der Pause hätte Mülheim den Rückstand verkürzen können. Nach einem Foul im Süchtelner Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Doch Elias Wilms parierte den Strafstoß und hielt damit die klare Führung seiner Mannschaft fest. „Das war vielleicht noch einmal eine spielentscheidende Situation“, sagte Hansen.

Nach dem Seitenwechsel setzte Süchteln genau dort an, wo es aufgehört hatte. „Ich habe den Jungs gesagt, sie sollen einfach weitermachen – nicht weniger machen, sondern genau so weitermachen“, berichtete Hansen. Das setzte seine Mannschaft eindrucksvoll um.

In der 53. Minute erhöhte Leonit Popova auf 4:0. Der Offensivspieler, der zuvor einige Möglichkeiten ausgelassen hatte, blieb diesmal vor dem Tor ruhig und vollendete überlegt. „Ich habe ihm gesagt, er soll nicht hadern, sondern weitermachen. Er wird seine Möglichkeiten bekommen“, erklärte Hansen.

Spätestens mit dem vierten Treffer war die Partie entschieden. Süchteln spielte nun mit großer Spielfreude auf und nutzte die Räume konsequent. In der 71. Minute erhöhte Maurice Bock per Foulelfmeter auf 5:0. Sechs Minuten später traf Paul Fröhling zum 6:0, ehe Bock in der 82. Minute mit seinem zweiten Treffer den 7:0-Endstand herstellte.

Auch danach blieb Süchteln gefährlich. Matteo Matz traf in der Schlussphase noch die Latte. Mülheim kam im zweiten Durchgang dagegen nur noch zu wenigen Möglichkeiten aus der Distanz.

Hansen war entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Wir waren sehr lauffreudig und zweikampfstark. Alle, die reingekommen sind, haben nahtlos angeknüpft“, lobte der Trainer. Besonders die Spielfreude seiner Mannschaft habe ihm gefallen. „Heute hat vieles gepasst.“

Mit dem 7:0 hat Süchteln nach dem 1:1 zum Auftakt in Lintfort nun vier Punkte auf dem Konto. Der deutliche Heimsieg war dabei nicht nur wegen des Ergebnisses bemerkenswert. Die Mannschaft zeigte über 90 Minuten eine hohe Intensität und belohnte sich diesmal auch für ihre Offensivaktionen. „Das war über 90 Minuten eine richtig gute Leistung der Mannschaft“, bilanzierte Hansen.

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