Foto: Heiko van der Velden
Mit Rang acht und 43 Punkten gelang der DJK Fortuna Dilkrath nach dem Abstieg aus der Landesliga eine solide erste Bezirksliga-Saison unter Trainer Björn Feldberg (43). Der Klassenerhalt geriet nie ernsthaft in Gefahr, in der Rückrunde zeigte die Mannschaft eine positive Entwicklung. Nun soll der nächste Schritt folgen – allerdings ohne überzogene Erwartungen.
Ein wesentlicher Baustein dafür ist ein deutlich breiter aufgestellter Kader. Mit Jannik Scholz und Oliver Lehnen (beide VSF Amern), Emil Böhme (A-Jugend ASV Süchteln), Tom Genzen und Hendrik Schmitz (beide SC Union Nettetal II), Janis Ungerer (TSV Kaldenkirchen) sowie Robin Vogl (SC Niederkrüchten) hat sich die Fortuna gezielt verstärkt. Insgesamt umfasst der Kader nun 28 Spieler – sieben mehr als noch in der vergangenen Saison.
„Wir haben festgestellt, dass unser Kader nicht groß genug war. Wir hatten immer wieder berufsbedingte Ausfälle, dazu kamen leider viele Langzeitverletzungen. Es gab Spiele, in denen wir wirklich auf letzter Rille gefahren sind. Das wollten wir in dieser Saison verhindern“, erklärt Feldberg.
Trotz der größeren Konkurrenz im Kader sieht der 43-Jährige keine Probleme, alle Spieler bei Laune zu halten. Schon in der Vorbereitung hätten Urlaub, Beruf und kleinere Blessuren dafür gesorgt, dass der Kader nie komplett zur Verfügung stand. Beim Volksbank Grenzland-Cup teilte das Trainerteam die Mannschaft deshalb auf, sodass jeder Spieler über die volle Distanz zum Einsatz kam. Dauerhafte Versetzungen in die zweite Mannschaft seien derzeit nicht geplant.
Nach einer ersten Saison in der Bezirksliga hat Feldberg zudem klare Erkenntnisse gewonnen. Vor allem defensiv sieht er Verbesserungspotenzial. „Wir haben einfach deutlich zu viele Gegentore bekommen. Unsere Mannschaft arbeitet gegen den Ball sehr fleißig und ist gut organisiert. Der Großteil der Gegentore ist aber durch individuelle Fehler entstanden. Hinzu kam, dass wir die Defensive wegen personeller Probleme immer wieder umbauen mussten. Wenn die Abwehr nicht eingespielt ist, wird es schwierig.“
Gleichzeitig hebt der Trainer die positiven Aspekte der vergangenen Spielzeit hervor. Besonders Einsatzbereitschaft und Mentalität seiner Mannschaft hätten ihn beeindruckt. „Ich bin unheimlich stolz auf die Lauffreude der Jungs. Es gab kein Spiel, in dem wir uns hängen gelassen haben. Gerade in schwierigen Phasen haben wir immer weitergemacht.“
Auch die Entwicklung junger Spieler bleibt ein wichtiger Bestandteil der Vereinsphilosophie. „Es macht einfach Spaß, mit jungen Spielern zu arbeiten. Unser Ziel ist es, die Mannschaft über mehrere Jahre zusammenzuhalten. Dafür müssen sich die Spieler bei Fortuna wohlfühlen und sich mit dem Verein identifizieren.“
Die vergangene Saison bewertet Feldberg deshalb insgesamt positiv – trotz vereinzelter Kritik am achten Tabellenplatz. „Wir wissen selbst, dass wir den einen oder anderen Punkt zu wenig geholt haben. Aber nach dem Abstieg war vieles neu. Die Mannschaft musste sich finden, wir hatten einen neuen Trainer und eine sehr junge Truppe. Dafür haben wir uns stabilisiert und eine sorgenfreie Saison gespielt. Vor allem in der Rückrunde haben wir uns gut entwickelt.“
Entsprechend realistisch formuliert der Trainer die Ziele für die neue Spielzeit. Einen Aufstieg ruft er nicht aus. „Wenn wir es schaffen, wieder irgendwo bei 50 Punkten oder etwas darüber zu landen, haben wir erneut eine gute Saison gespielt. Wir sind Fortuna Dilkrath. Eine Mannschaft aufzubauen, die den Sprung in die Landesliga schafft, gelingt nicht jedes Jahr. Entscheidend ist, dass wir die Jungs zusammenhalten und weiterentwickeln.“
Mit dem vergrößerten Kader und einer eingespielten Mannschaft möchte die DJK Fortuna Dilkrath ihre Entwicklung fortsetzen. Die Voraussetzungen dafür sind besser als noch vor einem Jahr – nun gilt es, die größere personelle Breite in eine konstant erfolgreiche Saison umzumünzen.
—–
Folge Amafuma.de auf Facebook >> https://www.facebook.com/amafumade
Folge Amafuma.de auf Instagram mit @amafuma.de





