Foto: Heiko van der Velden
Der Neustart in der Kreisliga A nimmt beim 1. FC Viersen zunehmend Konturen an. Im dritten Testspiel der Vorbereitung feierte die Mannschaft von Trainer Stephan Houben mit dem 2:1 (1:1) gegen die Sportfreunde Broekhuysen den zweiten Sieg.
Das Ergebnis war dabei durchaus bemerkenswert. Die Gäste gehörten in der vergangenen Saison zu den stärksten Mannschaften der Bezirksliga, verpassten den Aufstieg in die Landesliga aber in der Relegation. Viersen hielt gegen den ambitionierten Gegner gut mit und zeigte über weite Strecken eine engagierte Leistung.
Nach 23 Minuten geriet Viersen durch ein Eigentor in Rückstand. Kurz vor der Pause gelang jedoch der Ausgleich. Kevin Weggen eroberte den Ball, Dawood Ashraf leitete direkt weiter und Sinan Kurt vollendete zum 1:1 (45.). Der ehemalige Junioren-Nationalspieler galt einst als eines der größten deutschen Fußballtalente seiner Generation. Sein Wechsel von Borussia Mönchengladbach zum FC Bayern München sorgte vor Jahren bundesweit für Schlagzeilen. Inzwischen führt sein Weg über Stationen wie die Holzheimer SG und zuletzt den MSV Düsseldorf nach Viersen. Dort soll der Offensivspieler eine zentrale Rolle beim Neuanfang übernehmen. Der Siegtreffer fiel schließlich durch ein Eigentor der Gäste.
Zu den Gewinnern des Testspiels gehörten mehrere Neuzugänge. Torhüter Umut Celik, der von Türkiyemspor Mönchengladbach zum Hohen Busch gewechselt ist, hütete gegen Broekhuysen das Tor. Auch sein ehemaliger Vereinskollege Semih Simsek zeigte eine ordentliche Leistung. Antonia Stankov, der in Roermond lebt und zuvor höherklassig in Belgien aktiv war, sorgte zudem für Stabilität in der Defensive.
Große Hoffnungen ruhen darüber hinaus auf Dawood Ashraf. Der 20-Jährige arbeitete bereits in der A-Jugend von FC Wegberg-Beeck unter Houben und soll künftig eine wichtige Rolle einnehmen. Mit Florian Kreitinger empfahl sich außerdem ein Eigengewächs, das eigentlich noch in der A-Jugend spielen könnte. Zu den erfahrenen Kräften gehört weiterhin Lazaros Iliadis. Der 47-Jährige, der bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison zum Kader zählte, bringt trotz seines Alters noch immer enorme Laufbereitschaft mit.
Trotz des Abstiegs ist der Kern der Mannschaft weitgehend zusammengeblieben. Houben kann beim Neustart in der Kreisliga A weiterhin auf zahlreiche Spieler bauen, die bereits in der vergangenen Saison das Viersen-Trikot trugen. Dazu gehören unter anderem Kevin Weggen, Marvin Struckmann, Leonard Lekaj, Shuremy Philomina und Mohamed Kourouma. Ein paar wenige Akteure des Vorjahreskaders standen beim Test gegen Broekhuysen allerdings nicht zur Verfügung.
Struckmann soll dabei eine wichtige Rolle übernehmen. Der Offensivspieler trägt seit seiner Jugend das Trikot des FCV, absolvierte bereits 61 Landesligapartien und erzielte dort zwölf Tore. In der vergangenen Bezirksliga-Saison kam er auf 30 Einsätze und elf Treffer.
Verzichten musste Houben gegen Broekhuysen auf Ex-Nettetaler Drilon Istrefi. Der Offensivspieler laboriert an einem Muskelbündelriss, drehte vor dem Anpfiff aber bereits wieder seine Laufrunden am Platz.
„Wir müssen demütig bleiben und weiter konzentriert arbeiten. Die Mannschaft entwickelt sich gut, aber wir stehen noch am Anfang. Viele Spieler brauchen nach längeren Pausen noch Zeit, um ihr volles Niveau zu erreichen. Gegen einen starken Gegner wie Broekhuysen haben wir aber gesehen, dass wir bereits konkurrenzfähig sind“, sagte Houben.
Der Kader umfasst derzeit 19 Spieler. Am kommenden Wochenende warten bereits die nächsten Härtetests. Am Samstag empfängt der 1. FC Viersen um 15.30 Uhr den SC Hardt, einen Tag später geht es um 15 Uhr zum SSV Delrath.
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