Jung, mutig und erfolgreich: Waldniels Weg zurück

Mit Platz sechs hat der SC Waldniel nach dem Abstieg aus der Bezirksliga eine überzeugende Saison in der Kreisliga A gespielt. 51 Punkte bedeuteten einen Platz im oberen Tabellendrittel – und das mit einer Mannschaft, die im vergangenen Sommer nahezu komplett neu aufgebaut werden musste. Trainer Klaus Ernst zog deshalb ein positives Fazit.

Das war gut „Nach einem großen Umbruch – nur drei Spieler blieben von der ehemaligen Bezirksligamannschaft übrig – haben wir mit vielen Eigengewächsen und dem neben Bockum jüngsten Kader der A-Liga einen guten sechsten Platz erreicht, auf dem sich für die kommende Spielzeit aufbauen lässt“, sagt Ernst.

Vor allem die Entwicklung der Mannschaft stimmt den Trainer optimistisch. Der SC setzte auf eine klare Spielidee und eine offensive Ausrichtung. In 20 Ligaspielen gingen die Waldnieler mit 1:0 in Führung – häufiger gelang dies nur Meister VfB Uerdingen und Anadolu Türkspor.

Zu den Höhepunkten zählten neben der erfolgreichen Hallensaison das 3:3 gegen den Hülser SV nach einem 0:3-Rückstand sowie der 3:1-Erfolg gegen den späteren Meister VfB Uerdingen. Positiv verlief auch die Entwicklung der Nachwuchsspieler. Michel Ditges sowie die A-Jugendlichen Elias Thönes und Felix Bommes etablierten sich früh im Seniorenbereich. Gemeinsam mit den erfahrenen Kräften um Alexander Stricker, Michel Ditges, Lars Weber, Ilir Tahiri und Kapitän Fabian Wick wuchs eine geschlossene Mannschaft zusammen, die über die gesamte Saison hinweg als Einheit auftrat.

Das war nicht gut Die größte Schwäche des jungen Teams war der Umgang mit Führungen. Insgesamt verspielte der SC 22 Punkte nach einer eigenen Führung und verpasste dadurch eine noch bessere Platzierung im oberen Tabellendrittel.

„Der Offensivdrang und die noch geringere Erfahrung haben uns einige Punkte gekostet“, erklärt Ernst. Besonders schmerzhaft waren die 2:3-Heimniederlage gegen TuRa Brüggen nach zwei Gegentoren in der Nachspielzeit sowie das 3:5 gegen den TSV Kaldenkirchen nach einer 3:1-Führung. Auch gegen den späteren Tabellendritten VfL Willich wäre nach Ansicht des Trainers mehr möglich gewesen.

Spieler der Saison Einen einzelnen Spieler wollte Ernst bewusst nicht herausheben. Für ihn war der sechste Tabellenplatz das Ergebnis einer funktionierenden Mannschaft. Stellvertretend für die Entwicklung nannte er die Eigengewächse Michel Ditges, Elias Thönes und Felix Bommes. Gleichzeitig bildete die Mittelachse mit Alexander Stricker, Lars Weber, Ilir Tahiri und Kapitän Fabian Wick das Gerüst des Teams.

So geht es weiter Trainer- und Betreuerteam bleiben unverändert. Verlassen werden den Verein Lars Bonsels, Daniel Schmidt, Paul Wilms und Ilir Tahiri. Neu hinzu kommen die Eigengewächse Paul Thiemann und Yaris Mehren, Andrii Petrik (Fortuna Mönchengladbach U19), Christian Schnitzler und Noah Mundfortz aus der zweiten Mannschaft sowie Tim Friedrich vom SC Niederkrüchten.

Die Vorbereitung beginnt am 30. Juni. Neben Laufeinheiten auf den Süchtelner Höhen stehen ein Kurztrainingslager, der Grenzland-Cup, der Burgpokal und mehrere Testspiele auf dem Programm. Nach Platz sechs möchte sich der SC Waldniel weiterentwickeln und sich dauerhaft unter den Top Fünf der Kreisliga A etablieren.

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