Eine Saison, die den Zusammenhalt bewies

Mit einem überzeugenden 4:1-Erfolg bei der SG Unterrath hat die VSF Amern am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der Landesliga perfekt gemacht. Die Mannschaft von Trainer Willi Kehrberg und Dennis Homann schloss die Saison mit 43 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz ab. Angesichts von gleich fünf direkten Absteigern und einer bis zuletzt angespannten Situation im Tabellenkeller bewerten die Verantwortlichen die Spielzeit als Erfolg. „Wir haben tatsächlich, auch wenn es am Ende eng wurde, eine gute Saison gespielt. Die Jungs haben das richtig gut gemacht“, sagt Kehrberg. Für die VSF beginnt damit bald das 16. Landesligajahr in Folge.

Das war gut in der Saison Die größte Stärke der Amerner war ihre Mentalität. Obwohl die Mannschaft in der Rückrunde zunehmend unter Druck geriet, stand sie während der gesamten Saison nie auf einem Abstiegsplatz. Selbst als die Lage vor den letzten Spieltagen noch einmal brenzlig wurde, bewahrte das Team die Ruhe und nahm den Klassenerhalt aus eigener Kraft in die Hand. In den letzten drei Saisonspielen erzielte Amern elf Tore und sorgte damit für einen starken Schlussspurt.

Positiv bewertet Kehrberg zudem die spielerische Entwicklung seiner Mannschaft. Die VSF versuchten auch gegen starke Gegner, Fußball zu spielen, und entwickelten sich insbesondere im taktischen Bereich weiter. „In der Landesliga muss man mitspielen können. Wenn man sich nur hinten reinstellt, funktioniert das nicht mehr“, sagt der Trainer. Auch an Standardsituationen wurde intensiv gearbeitet. Hinzu kamen eine konstant hohe Trainingsbeteiligung und gute Bedingungen auf der vereinseigenen Anlage.

Das war nicht gut in der Saison Der größte Belastungsfaktor war die außergewöhnlich lange Verletztenliste. Zeitweise fielen sieben oder acht Spieler gleichzeitig aus. Besonders schwer wogen die Ausfälle von Leistungsträgern. „Wenn die Eckpfeiler fehlen, haben wir ein Problem“, sagt Kehrberg.

Hinzu kam die besondere Konstellation im Abstiegskampf. Fünf Mannschaften mussten die Liga verlassen, wodurch selbst Teams mit mehr als 40 Punkten bis zum Saisonende um den Klassenerhalt zittern mussten. Kehrberg sieht diese Regelung kritisch. „Es ist nicht normal, dass man mit 41 Punkten absteigen kann“, sagt der Trainer. Dass die VSF trotz der schwierigen Rahmenbedingungen die Klasse hielten, wertet er deshalb als umso größeren Erfolg.

Spieler der Saison Kehrberg hebt grundsätzlich keine Einzelspieler hervor und verweist stets auf die Bedeutung des Kollektivs. Dennoch gab es einige Akteure, die der Mannschaft ihren Stempel aufdrückten.

Allen voran Luca Dorsch. Der Angreifer erzielte 19 Saisontore und war damit der wichtigste Offensivfaktor der Amerner. Auch Kapitän Johannes Hamacher spielte eine starke Saison und übernahm sowohl sportlich als auch als Führungsspieler Verantwortung. Ebenfalls zu den konstantesten Leistungsträgern gehörte Selman Sevinc, der mit seinen Leistungen im Mittelfeld wichtige Impulse setzte.

So geht es weiter Die Vorbereitung auf die Saison 2026/27 beginnt am 5. Juli mit dem ersten Training. Bereits am 12. Juli nimmt Amern am Grenzlandcup teil. Am 18. Juli steht ein Testspiel bei Sportfreunde 06 Neuwerk auf dem Programm. Anschließend folgt die Teilnahme am Brüggen-Cup mit den Gruppenspielen gegen den ASV Süchteln und den SC Waldniel. Vom 7. bis 9. August absolviert die Mannschaft ein Trainingslager in Hinsbeck. Am 9. August startet die Pflichtspielsaison mit dem Niederrheinpokal, ehe am 16. August die neue Landesliga-Spielzeit beginnt.

Im Kader stehen einige Veränderungen an. Neu verpflichtet wurden Außenverteidiger Amirhossein Hajiaghabozorgi vom 1. FC Wülfrath, Defensivspieler Dijar Arifi vom PSV Neuss, der 17-jährige Tim Schmitz aus der Jugend von Fortuna Sittard sowie Offensivspieler Anas Lambrabti von DJK Neuss-Gnadental. Weitere Neuzugänge sind Kaito Kajitani (FC Kosova )und Torwart Shunsuke Takahashi (MSV Düsseldorf). Zudem suchen die Verantwortlichen noch einen rechten Außenverteidiger.

Verlassen werden die VSF Amern dagegen einige bekannte Gesichter. Lamin Fuchs wechselt zu TuRa Brüggen, Hiromasa Sato zur SG Unterrath. Jannick Scholz und Oliver Lehnen schließen sich beide DJK Fortuna Dilkrath an. Darüber hinaus verlassen Kaiya Otsu, Kouki Ozawa, Micael Nack, Vamara Diabate und Toya Okada den Verein.

Für die kommende Saison bleibt das Ziel unverändert: Die VSF wollen möglichst früh den Klassenerhalt sichern und sich auch im 16. Landesligajahr in Folge behaupten. Gleichzeitig soll die Mannschaft ihren mutigen und spielerischen Ansatz weiterentwickeln. Kehrberg blickt optimistisch voraus: „Wir gehen mit Mut und sehr viel Optimismus in die neue Saison.“

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